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Schlechte Nachrichten aus Arbon für Roggwil: Die Anwohner haben sich getäuscht

Wegen der Verkehrsmassnahmen auf der Hubgasse in Roggwil weichen die Lastwagen nicht vermehrt auf die Landquartstrasse in Arbon aus. Die Zahl hat in den letzten zwei Jahren sogar abgenommen.
Markus Schoch
Die Landquartstrasse hat sich nicht zur Ausweichstrecke für Lastwagenfahrer entwickelt. (Bild: Max Eichenberger)

Die Landquartstrasse hat sich nicht zur Ausweichstrecke für Lastwagenfahrer entwickelt. (Bild: Max Eichenberger)

Die Karten von Gallus Hasler sind nicht besser geworden. Nach den Sommerferien will der Roggwiler Gemeindepräsident mit dem Arboner Stadtrat nochmals über die Spange Süd reden. Also über die direkte Strassenverbindung von Stachen zum Autobahnzubringen auf die A1 in Ergänzung zur neuen Kantonsstrasse (NLK).

Der Arboner Stadtrat entschied vor drei Jahren, das Projekt vorderhand nicht weiter zu verfolgen, weil sich die Voraussetzungen geändert hätten und sich die Investition von möglicherweise fast 30 Millionen Franken nicht mehr rechtfertige. Die Roggwiler wollen sich mit dem Entscheid bis heute nicht abfinden. Und sie gingen zuletzt davon aus, dass möglicherweise auch die Arboner wieder Gesprächsbedarf sehen, weil sich die Situation zu ihren Ungunsten entwickelt habe.

Verkehrsmassnahme wirkt sich nicht negativ aus

Denn seit letztem Juni dürfen Lastwagen die Hubgasse in Roggwil nur noch in einer Richtung befahren. Die Chauffeure würden in der Folge vermehrt über die Landquartstrasse ausweichen, erzählten die Anwohner Hasler. Doch diese Beobachtung ist falsch.

Der Roggwiler Gemeindepräsident steht an der Hubgasse, wo Lastwagen seit letztem Sommer nur noch in eine Richtung fahren dürfen. (Bild: Max Eichenberger)

Der Roggwiler Gemeindepräsident steht an der Hubgasse, wo Lastwagen seit letztem Sommer nur noch in eine Richtung fahren dürfen. (Bild: Max Eichenberger)

Die Stadt hat im Februar den Verkehr zwei Wochen lang gemessen. Resultat: Der Anteil der Lastwagen ist im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2017 sogar leicht gesunken, und zwar von 2,67 auf 2,41 Prozent auf der Höhe von Elektro Nef beziehungsweise von 2,87 auf 2,64 Prozent unweit der BP-Tankstelle. Auch in absoluten Zahlen sind es weniger Brummis geworden.

Der zuständige Stadtrat Peter Gubser sagt dazu:

«Die Spange Süd ist für uns vor diesem Hintergrund nicht dringlicher geworden».

Hasler möchte sich trotzdem mit dem neuen Arboner Stadtrat treffen, dem Gubser nicht mehr angehören wird. «Wir müssen in die Zukunft schauen, und nicht nur Lösungen für die Probleme von heute suchen. Für uns bleibt die Spange Süd ein Ziel.»

Mehrverkehr von fast 5 Prozent in zwei Jahren

Stadtrat Peter Gubser. (Bild: Andrea Stalder)

Stadtrat Peter Gubser. (Bild: Andrea Stalder)

Insgesamt hat der Verkehr auf der Landquartstrasse in den letzten beiden Jahren zugenommen. Und zwar von 6392 auf 6717 Fahrzeuge täglich (plus 4,8 Prozent) bei der ersten Messstelle im vorderen Bereich respektive von 6264 auf 6381 Fahrzeuge (plus 1,8 Prozent) bei der Tankstelle. Die Entwicklung folge dem nationalen Trend mit einem Plus von jährlich 1,5 bis 2 Prozent, sagt Gubser.

Er selber würde Tempo 30 und ein Lastwagenfahrverbot auf der Landquartstrasse begrüssen. Doch beides sei nicht durchsetzbar, weil der Kanton dem Betreiber der BP-Tankstelle beim Bau der NLK versprochen habe, keine Verkehrsbeschränkungen zu erlassen.

Autos halten sich an Tempolimit

Die Stadt hat auch gemessen, wie schnell die Fahrzeuge auf der Landquartstrasse unterwegs waren. Erlaubt sind 50 Stundenkilometer. Während die Durchschnittsgeschwindigkeit bei der BP-Tankstelle unverändert bei 48 km/h liegt, stieg der Wert bei der anderen Messstelle von 34 auf 37 km/h. Hier fahren die Autos relativ langsam wegen der Schwelle am Knoten Landquartstrasse/Weiherstrasse. (mso)

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