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Schandfleck gibt zu reden

Die Rechnung 2017 beschert der Gemeinde einen satten Überschuss. Mit der Ortsplanrevision muss sie das Richtplangebiet fast um die Hälfte reduzieren.
Max Eichenberger
Der «Ochsen» (links) soll mit einer Platzgestaltung unter Einbezug des Farinoli-Hauses (rechts) neu gebaut werden. (Bild: Max Eichenberger)

Der «Ochsen» (links) soll mit einer Platzgestaltung unter Einbezug des Farinoli-Hauses (rechts) neu gebaut werden. (Bild: Max Eichenberger)

Der Gemeinderat war in Spenderlaune – eigentlich wie immer, wenn er nach der Gemeindeversammlung zum Apéro lädt. Am Montag hatte er besonderen Grund dazu: die Rechnung 2017 schloss über eine halbe Million besser ab als budgetiert. Ein Überschuss von 570000 Franken konnte so dem Eigenkapital zugewiesen werden. Die Bürger freut’s. Das Ergebnis führte Gemeindepräsident Gallus Hasler einerseits auf Mehreinnahmen bei den Steuern zurück. Zudem waren die Ausgaben bei der Bauverwaltung (Gemeindestrassenunterhalt) und für die Sozialhilfe geringer. Mit knapp 150000 Franken tiefer ausgefallen sind auch die Kosten für die ambulante Krankenpflege, die seit Januar 2017 von der Spitex RegioArbon erbracht wird.

Schuld nimmt ab – Steuerkraft steigt

So verringert sich die Nettoschuld der Gemeinde erneut: auf 667 Franken pro Einwohner. Ein Spiegelbild der guten Steuerkraft, die auf 2215 Franken pro Kopf angewachsen ist. So trübten auch nicht vorhersehbare Aufwendungen das rosa Bild kaum: Für den Hydranten-Unterhalt und die hohen Kosten, die ein Brand verursacht hatte, reichten die Mittel der Spezialfinanzierung der Feuerwehr nicht aus. Einen Teil des Aufwandes habe die Gemeinde über die laufende Rechnung begleichen müssen, sagte Hasler gegenüber den 85 Stimmberechtigten in der evangelischen Kirche. Zudem mussten durch Unwetter beschädigte Bachufer in Stand gestellt werden.

Die Gemeinde tätigte 2017 Nettoinvestitionen von 927000 Franken: unter anderem für den Bau des Geschieberückhaltes beim Haselbach. Der Sportplatz Freidorf wurde nachträglich noch mit einem Graffitischutz veredelt. Erstmals hatte der Gemeinderat die Zahlen im neuen Rechnungsmodell vorgelegt. Punkto Lesbarkeit sei dieses «weiter weg von den Bürgern und nur für Treuhänder geschrieben», kritisierte der ehemalige Gemeinderat Hansueli Walser. «Die Rechnungslegung ist nicht komplizierter. Der grosse Pluspunkt ist die Vergleichbarkeit der Zahlen auch mit anderen Gemeinden», sagte Gallus Hasler.

«Wollen den ‹Ochsen› komplett neu machen»

Die Zukunft des Farinoli-Hauses im Dorfzentrum, das der Gemeinde gehört, beschäftigt die Bürger. Die Saalbaugenossenschaft «Ochsen» möchte den «Schandfleck» laut deren Präsident Willy Bischofberger inte-grieren in ihre Pläne: «Wir wollen den ‹Ochsen› komplett neu machen, ebenso den Platz neu gestalten unter Einbezug des Farinoli-Hauses und den Dorfkern damit aufwerten.» Allerdings: Für das Haus ‹wolle man «nicht einen Haufen Geld zahlen», erwartet Bischofberger ein Entgegenkommen der Gemeinde. Für ein «Ochsen»-Neubauprojekt habe man einen interessierten Investor bei der Stange: «Wir sind auf gutem Weg.»

Diese Woche starte das kantonale Tiefbauamt die zweite Etappe der Sanierung der Hauptstrasse, informierte Hasler. Neu gestaltet wird der Einlenker bei der Neukircherstrasse. Rechtskräftig ist jetzt das neue Verkehrsregime bei der Hubgasse. Diese dürfen Lastwagen nur noch Richtung A1-Zubringer «Arbon Süd» befahren. Wegen des Bioforce-Neubaus musste dort die Flurkorporation den Fussweg von der Baustelle wegnehmen. Bis jetzt ist die Umleitung lediglich ein Provisorium.

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