Schafschau in Zihlschlacht: Mister und Missen gewählt

Die Halter haben rund 140 Tiere vorgeführt. Allerdings sind dies weniger als letztes Mal.

Christoph Heer
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Der Regen war Thema an der Schafschau in Zihlschlacht: Besser so, als wenn es viel zu heiss wäre, waren sich die Züchter einig. Hauptsache kein Regen, schien indes das Motto der Zuschauer zu sein. Der Anlass konnte im üblichen Rahmen durchgeführt werden, Austragungsort war wieder das Areal des Schützenhauses. Dank guter Organisation wurde daraus ein richtiges Fest.

Hannes Bühler, Präsident des organisierenden Vereins, freute sich ob der guten Stimmung. «Alles klappt wunderbar. Im Vergleich zu den letzten Schauen sind allerdings etwas weniger Tiere mit dabei, das variiert je nachdem.» Bühler präsidiert denn den Schafzuchtverein Bischofszell und Umgebung und hatte auch Grund zur Freude: So stammt die neue sogenannte Jung–Miss BUG 2019 aus seinem Stall. Die Jury befand, dass die Siegerin ein optimales Becken und ein schönes Wollkleid hätte.

Ein knapper Entscheid

Auch ein männliches Schaf im Alter von weniger als anderthalb Jahren wurde wieder gewählt zum sogenannten Jung–Mister BUG. Dieses Jahr war es eines aus der Zucht von Emil Breitenmoser, Hessenreuti. Die Juroren Urs Steiger und Armin Jauch hatten es nicht einfach, ähnelten sich doch die Finalisten stark. Doch «Max» aus dem Hause Breitenmoser hätte dann doch etwas mehr Harmonie verteilt auf den ganzen Körper, fleischbetont und mit gutem Kopf, befanden sie. Ihr geschultes Auge war vonnöten, denn das Niveau der vorgeführten Tiere war hoch.

In der Königskategorie traten die Schafe im Alter von über anderthalb Jahren an. Die Jury konzentrierte sich auf das Fundament, die Fleischpartien und die Flankentiefen. Zum Mr. BUG 2019 wählte sie wiederum ein Tier aus dem Stall von Emil Breitenmoser. Zur neuen Miss BUG 2019 krönte sie ausserdem ein Schaf von Severin Eberle, Lömmenschwil.

Severin Eberle, Schafzüchter.

Severin Eberle, Schafzüchter.

«Der Spass soll im Vordergrund stehen»

Eberle heimste den Sieg zum vierten Mal in Folge ein. Der junge Züchter war dementsprechend stolz. «Etwas Ehrgeiz spielt an solchen Schafschauen schon auch mit, doch der Spass an der Teilnahme soll jederzeit im Vordergrund stehen.»