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Schädlinge und Trockenheit setzen den Kreuzlinger Bäumen zu

Die Stadt musste mehrere geschützte Baumriesen fällen. Darunter eine 100-jährige Buche im Seeburgpark.
Trotz starker Schädigung soll die Ulme im Schulhof Rosenegg erhalten bleiben. (Bild: PD)

Trotz starker Schädigung soll die Ulme im Schulhof Rosenegg erhalten bleiben. (Bild: PD)

(red) Sie waren entkräftet und stellten ein Sicherheitsrisiko dar. Deshalb mussten nun zahlreiche Bäume auf Kreuzlinger Stadtgebiet gefällt werden. Der vergangene, trockene Sommer und Schädlinge hatten den Bäumen stark zugesetzt.

Der markanteste Fall ist eine über 100-jährige Buche im Seeburgpark, nördlich vom Schloss Seeburg. «Sie hat diesen Frühling gar nicht mehr ausgetrieben und wurde schliesslich gefällt», schreibt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Davor habe die Bauverwaltung den Baum von zwei unabhängigen Gutachtern überprüfen lassen. «Beide empfahlen, den Baum zu fällen, zumal fallende Äste ein Sicherheitsrisiko darstellten.»

Stadt setzt vermehrt auf zukunftsfähige Baumarten

Als Ursache nannten sie den tiefen Grundwasserpegel im vergangenen Sommer, der zum Austrocknen der Buche führte. Die Stadt werde nun prüfen, wie abgehende Bäume mit zukunftsfähigen Arten ersetzt und gleichzeitig der Charakter der Anlage erhalten werden kann. «Jeder Baum der gefällt werden muss, wird durch eine für den jeweiligen Standort richtige und zukunftsfähige Baumart ersetzt», heisst es weiter.

Des Weiteren ist im Baumgarten eine Eiche abgestorben. Sie ist Teil einer Gruppe von drei Eichen und soll als toter Baum stehen bleiben, um die Gruppe als Ganzes zu erhalten. «Eichen werfen ihr Totholz nicht ab, es zersetzt sich langsam am Baum.» Da die Eiche nicht an einem Fussweg stehe, sei das Sicherheitsrisiko gering.

Der wertvollste Baum in Kreuzlingen wird nun umfassend gepflegt

Weniger schlimm traf es die grosse Ulme im Schulhof Rosenegg. «Sie ist wahrscheinlich der wertvollste Baum in Kreuzlingen», schreibt die Stadtverwaltung. Ein grosser, tragender Arm sei von Pilzen befallen und sterbe langsam ab. Weil der Baum bisher auf Pflegemassnahmen gut reagierte, habe man sich aber gegen eine Fällung und für einen umfassenden Pflegeeingriff entschieden. «Es bestehen gute Chancen, dass die Ulme wieder ausreichend neu austreiben wird.»

Nebst der Trockenheit setzen den Bäumen auch neue Schadorganismen zu: Die Eschen-Welke hat einen grossen Teil des Baumbestandes im Chogenbachtobel geschädigt. Die Stadtverwaltung wird deshalb im kommenden Winter die betroffenen, kranken Bäume fällen und aus dem Bachtobel entfernen müssen.

Ebenfalls in schlechtem Zustand befindet sich die Platanen-Allee an der Alleestrasse. Die Bäume weisen Fäulnis- und Hohlstellen auf. «Die gesamte Allee wird deshalb mittelfristig durch eine Neupflanzung ersetzt werden müssen.»

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