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SBB streichen Halt in Wil, um Verspätung aufzuholen – Fahrgäste mussten in Winterthur aussteigen

Passagiere nach Wil wurden am vergangenen Mittwoch in Winterthur zum Umsteigen gezwungen. Dies, weil der Halt am Zielort einfach gestrichen wurde. Die SBB bestätigen den Vorfall und sagen, man habe eine Verspätung aufholen müssen.
Laura Widmer
Die Fahrgäste wurden gebeten, in Winterthur umzusteigen, um nach Wil zu gelangen. (Bild: Keystone)

Die Fahrgäste wurden gebeten, in Winterthur umzusteigen, um nach Wil zu gelangen. (Bild: Keystone)

Verspätungen aufgrund von Feierabendverkehr sind mühsam. Besonders hart traf es Fahrgäste, die am vergangenen Mittwochabend um 16.20 Uhr mit dem IC1527 von Zürich in Richtung Wil unterwegs waren. Sie mussten notgedrungen in Winterthur umsteigen, weil der Halt in Wil wegen einer Verspätung gestrichen wurde. In der Facebook-Gruppe «Du bisch vo Wil wenn..» schreibt ein User, dass «viele Pendler» in Winterthur «aus dem Zug geworfen wurden».

Die Pendler aus Wil seien offenbar keine Fahrgäste, sondern lästige «Drittklasspassagiere», die gefälligst froh sein sollten überhaupt mitfahren zu dürfen, ärgert sich der User weiter. Verschiedene Leser pflichten ihm bei: «Halt typisch SBB», schreibt jemand trocken.

«Tausende Passagiere hätten Verspätungen erlitten»

Die SBB bestätigen den Vorfall auf Anfrage. Beim besagten Zug sei es in Zürich Oerlikon zu einer Türstörung gekommen, und in der Folge zu einer Abfahrtsverspätung von 15 Minuten. «Aus betrieblichen Gründen entschied darum die Betriebszentrale, diese Verspätung bis St.Gallen wieder aufzuholen», sagt Mediensprecher Daniel Pallecchi. Dies, da derselbe Zug auf seinem Rückweg von St.Gallen bis nach Lausanne fuhr.

«Hintergrund dafür war, dass mit einem bereits am Abgangsbahnhof St.Gallen um 15 Minuten verspäteten Zug mehrere tausend Passagiere zwischen St.Gallen und Lausanne Verspätungen erlitten und ihre Anschlüsse verpasst hätten.»

Um diese Verspätung zu vermeiden, habe man sich entschieden, den Halt in Wil auszulassen. Planmässig wäre der Zug um 17.25 Uhr in Wil eingetroffen, mit der Verspätung um etwa 17.40 Uhr. Mit dem nächstmöglichen Zug seien die Passagiere um 17.55 Uhr angekommen.

Das ist kein Trost für die betroffenen Passagiere. Besonders frustrierend: «Zum Dank durfte man den halb leeren St.Galler Sprinter abfahren sehen», schreibt der User auf Facebook.

Aussteigen wegen Sicherheitsbedenken

Es ist nicht das erste Mal, dass die SBB Fahrgäste auffordern, einen Zug ausserplanmässig zu verlassen. So schrieb das Portal «20 Minuten» im Mai von einem solchen Vorfall. Bei diesem mussten aus Platzgründen einige Personen im Zug von Biel nach Zürich bereits in Olten aussteigen. Zur Stosszeit am Donnerstagmorgen sei der Zug so voll gewesen, dass es nicht einmal Platz zum stehen gegeben habe.

Die SBB begründete dieses Vorgehen damals mit Sicherheitsbedenken. Sei ein Zug überfüllt könne eine sichere Evakuierung, etwa in einem Brandfall, nicht gewährleistet werden.

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