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Sammler entdeckt Bilderklau für afrikanische Briefmarken

Eisenbahnfreund Günther Klebes kauft sieben komorische Briefmarken von einem französischen Händler. Auf den afrikanischen Marken sind eine Schweizer Lok und der Nostalgie-Orient-Express zu sehen.
Die Briefmarken mit dem Orient-Express und der Schweizer Lokomotive. (Bild: Günther Klebes)

Die Briefmarken mit dem Orient-Express und der Schweizer Lokomotive. (Bild: Günther Klebes)

Günther Klebes sammelt fast alles, was in irgendeiner Weise mit der Bahn zu tun hat. Auf seiner Suche nach neuen Sammlerstücken stiess er auf sieben Briefmarken aus der Union der Komoren, einem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas.

Als einziger Bieter ersteigerte Klebes für zwei Euro die zehnjährigen Marken. Zwei davon zeigen den Nostalgie-Orient-Express des Reisebüros Mittelthurgau, gezogen von der Lokomotive 52 8055. Sie wurde in der Dampflokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur gebaut.

«Häufig kommt es vor, dass die Urheber nichts von ihren Bildern auf Briefmarken anderer Länder wissen», sagt Günther Klebes.

«Auch kommt es vor, dass auf Briefmarken exotischer Staaten Bahnen und Lokomotiven europäischer oder amerikanischer Herkunft abgebildet sind, obwohl der Staat selbst keinen Meter Schiene besitzt. Diese Briefmarken sind also eine Kuriosität europäisch-afrikanischer Eisenbahn-Nostalgie.»

Auf den beiden Briefmarken gibt es noch mehr Spannendes zu finden: Auf einer ist Schauspieler Peter Ustinov abgebildet. Er ist im Film «Mord im Orient-Express» zu sehen. Den Hintergrund jener Marke zieren Berge – Sammler Klebes vermutet Schweizer Berge.

Auf der zweiten Briefmarke, die der Eisenbahnfreund bei einer luxemburgischen Internetauktion ersteigert hat, ist Schmuck- und Glaskünstler René Lalique zu sehen. Der Franzose war an der Ausgestaltung des Orient-Express beteiligt. Im Hintergrund ist die Blaue Moschee von Istanbul abgebildet.

Laut Günther Klebes sind die Komoren nicht die Einzigen, die sich an Bildern fremder Züge bedienen für ihre Briefmarken. Auch auf den Antillen und St. Kitts zeigen Briefmarken den Nostalgie-Orient-Express. (red)

Zur Person

(red) Der 70-jährige Günther Klebes sammelt «alles was mit der Bahn zu tun hat – ausser echten Lokomotiven». Der dreifache Vater ist Schulbusfahrer und engagiert sich ehrenamtlich bei der Bahnhofsmission. Seine Liebe zu Eisenbahn-Briefmarken ist kein Einzelfall: «Es gibt sogar Ausstellungen für Eisenbahn-Philatelisten», erzählt er. Sein Hobby «Bahn fahren» führte den Deutschen oft über Schweizer Schienen – sogar auf seiner Hochzeitsreise.

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