Samichlaus 2.0
Dieses Jahr grüssen Samichlaus und Schmutzli auch im Videochat

Mitarbeiter der Märstetter Firma weamer.ch statten dieses Wochenende rund 30 Familien einen Chlausbesuch ab – übers Internet.

Werner Lenzin
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Der Samichlaus und sein Schmutzli in ihrem TV-Studio in Alterswilen.

Der Samichlaus und sein Schmutzli in ihrem TV-Studio in Alterswilen.

Bild: Werner Lenzin (Alterswilen, 5. Dezember 2020)

Ein zweijähriges Mädchen aus Wil winkt im Beisein seiner Eltern fröhlich in die Kamera: «Hallo Samichlaus» und dieser winkt freundlich zurück. Die Kleine sieht den Samichlaus und Schmutzli bei sich Zuhause im PC-Monitor. «Du singst gerne, spielst schön, teilst die Spielsachen und gehst gerne zu Grosi und Nonna», lobt der Samichlaus das Mädchen um auch noch mahnende Worte nachzulegen. «Du brauchst noch etwas zu viel den Nuggi.»

Einem Livestream der Märstetter Firma weamer.ch ist es zu verdanken, dass rund 30 Kinder aus der ganzen Ostschweiz auch dieses Jahr Besuch vom Samichlaus erhalten. «Eine solche Tradition soll nicht wegen einer Pandemie verloren gehen», sagt weamer.ch-Mitarbeiter Jannis Regenscheit, der in die Rolle des Samichlaus’ schlüpft und auch schon in der Vergangenheit Erfahrungen als Samichlaus gesammelt hat.

Nah dran trotz grosser Distanzen

Die Erfahrungen, welche Samichlaus Regenscheit und sein Schmutzli Nico mit ihren Steams machen, seien sehr gut, sagt der Mann im roten Gewand und mit dem weissen Bart.

«Die Kinder sind sich offensichtlich an Video-Meetings gewohnt und die Kommunikation mit ihnen ist genau gleich wie vor Ort.»
Ein Greenscreen hinter Schmutzli und Samichlaus ermöglicht es den weamer.ch-Mitarbeitern, eine romantische Szenerie einzublenden.

Ein Greenscreen hinter Schmutzli und Samichlaus ermöglicht es den weamer.ch-Mitarbeitern, eine romantische Szenerie einzublenden.

Bild: Werner Lenzin

Für ihren Stream haben die beiden und Regisseur Janic Geiser ein kleines TV-Studio in einem Keller in Alterswilen eingerichtet und nahmen sich am Wochenende für jede Familie 20 Minuten Zeit im Chat. Die Listen für Lob und Tadel trafen bei ihnen online Tage zuvor ein. Ihren Dienst haben die Web-Spezialisten gratis angeboten, Spenden nahmen sie für die Stiftung Theodora entgegen.