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Samariterverein Bürglen feiert sein 80-jähriges Bestehen

Einmal im Jahr lädt der Samariterverein Bürglen zur öffentlichen Übung ein. Diesmal feierten die Samariter mit der Bevölkerung gleich zwei Jubiläen: 80 Jahre Samariterverein und 5 Jahre Help-Gruppe der Jungsamariter.
Hannelore Bruderer
Ein Mann liegt am Boden: Helfer frischen beim Parcours des Samaritervereins ihr Wissen in Erster Hilfe auf. (Hannelore Bruderer)

Ein Mann liegt am Boden: Helfer frischen beim Parcours des Samaritervereins ihr Wissen in Erster Hilfe auf. (Hannelore Bruderer)

Ein Mann liegt vor einem Auto auf dem Boden. Er blutet am Kopf und an den Beinen. Starr vor Schreck sitzt der Fahrer des Unfallautos hinter dem Steuer. Wortlos blickt er ins Leere. Dies ist das Szenario eines der fünf Posten, den die Bürgler Samariter am Mittwochabend in Leimbach für die Besucher ihrer öffentlichen Übung aufgebaut haben. «Unfallort sichern», sagt eine Teilnehmerin.

Da der Fahrer auf ihre Frage nicht reagiert, kramt sie selber im Auto nach einem Pannendreieck. «Notruf absetzen», sagt eine weitere Frau der Gruppe und imitiert den Anruf. Währenddessen kniet ein Grüppchen beim Verletzten, versucht ihn anzusprechen. Ein Mann kümmert sich um den schockstarren Fahrer.

Ein kurzweiliger Postenlauf

Der Postenchef gibt keine Instruktionen, er lässt den Besuchern Zeit, ihr Restwissen vom letzten Nothelferkurs abzurufen. Manchmal nickt er anerkennend, wenn etwas richtig gemacht worden ist. Manchmal hakt er mit einer Frage nach und bringt die Teilnehmer so auf den richtigen Kurs. Niemand muss, alle dürfen. Falsch machen könne man nichts, nur gar nichts tun sei eine schlechte Variante, sagen die Samariter.

Der Postenlauf ist kurzweilig, schon bald sind alle wieder zurück auf dem Festplatz beim Elektrogeschäft Fuhrer. Zum Jubiläum gönnen sich die Vereinsmitglieder und ihre Gäste etwas Besonderes. Seit dem Mittag brutzelt ein Spanferkel auf dem Grill. Möglich gemacht habe dies eine grosszügige Spende, sagt Vorstandsmitglied Karin Koch. Spenden, der Sanitätsdienst an Veranstaltungen und Kurse sind die wichtigsten Einnahmequellen zur Beschaffung von Material, das die Samariter zur Ausübung ihrer Freiwilligenarbeit benötigen.

«Wir sind ein familiärer, fröhlicher Verein, der auch so in weiten Kreisen der Bevölkerung wahrgenommen wird. Unser Wirken wird geschätzt und unterstützt», sagt Aktuarin Karin Koch.

Der Verein hat derzeit 22 Aktivmitglieder, bei der vor fünf Jahren gegründeten Help-Gruppe sind es um die zehn Kinder und Jugendliche. Neue Mitglieder sind willkommen, aber auch wer nicht Mitglied werden will, kann vom Wissen und Können der Samariter profitieren. Der Verein bietet auf seiner Homepage verschiedene Kurse an.

Zehn Mitglieder bei den Jungsamaritern

Altersmässig sei der Samariterverein Bürglen gut durchmischt, sagt Karin Koch. «Es ist vielfach so, dass die Bereitschaft, bei den Samaritern dabei zu sein, in der Familie weitergegeben wird.» Mit der Help-Gruppe, aber auch durch die Nothilfekurse in den Schulen bringen die Samariter ihre Tätigkeit der Jugend näher.

«Zu meinen, dass Kinder und Jugendliche, die die Help-Gruppe besuchen, nachher bei uns Mitglieder werden, wäre unrealistisch. Während ihrer Ausbildung haben Jugendliche andere Prioritäten», sagt Koch. «Kennen sie aber unsere Tätigkeit, kann es sein, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder darauf zurückkommen werden.»

www.samariter-buerglen.ch

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