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Salmsacher Badeordnung sorgt für Wirbel: «Der Gemeinde wurde das Abzocken von Jugendlichen vorgeworfen»

Die Arealordnung der Bucht macht weiter Schlagzeilen. Rechtlich überprüft wurde sie bisher noch nie. Die Gemeinde lässt sich jedoch nicht beirren und hält an ihren Regeln fest.
Jana Grütter
Der Gemeinde wird Abzockung von Jugendlichen wegen Bewilligungspflicht in der Bucht vorgeworfen. (Bild: Reto Martin)

Der Gemeinde wird Abzockung von Jugendlichen wegen Bewilligungspflicht in der Bucht vorgeworfen. (Bild: Reto Martin)

Aufgrund ihrer einzigartigen Badeordnung wurde in vergangenen Tagen mehrfach über die kleine Gemeinde berichtet. In der Verordnung steht nämlich, dass Gruppen ab acht Personen eine Bewilligung der Gemeinde brauchen, um sich in der Bucht aufhalten zu dürfen. Diese kostet 40 Franken. «Nach dem Bericht in der Thurgauer Zeitung wurde das Thema im ‘Blick’ noch aufgebauscht», sagt Gemeindeschreiberin Nicole Haas. «Ich habe nicht mit einem derartigen Aufruhr gerechnet.»

Einnahmen kommen nicht von Privatpersonen

Im Blick-Artikel wird der Gemeinde unter anderem unterstellt, dass sie Jugendliche abzockt. Laut Haas hat die Gemeinde seit Inkrafttreten der Badeplatzordnung 2010 tatsächlich über 15000 Franken eingenommen. «Die Beträge kommen aber nur zu einem bedeutungslosen Teil von Privatpersonen.» So verdiene Salmsach nur ungefähr 80 Franken pro Jahr an Privatbenützungen.

«Die grossen Einnahmen kommen nämlich von Hochzeits- und Geburtstagsfeiern.» Der Platz könne für 750 Franken zwei Tage lang gemietet werden. «Das ist im Vergleich preiswert.» Bisher habe die Baderegelung für die Bucht kein Problem dargestellt. Darum halte die Gemeinde weiter an ihr fest. ‘Blick’ zitiert einen Professoren, der bezweifelt, dass die Gemeinde solche Aufenthalte bewilligungspflichtig machen darf.

Marco Sacchetti: «Die Gemeinden sind autonom, was die Erlassung von Ordnungen betrifft»

«Wir haben die Badeordnung nie rechtlich überprüfen lassen», sagt Haas. Dies ist offenbar auch gar nicht nötig. «Die Gemeinden sind autonom, was die Erlassung von Ordnungen betrifft», sagt Marco Sacchetti, Generalsekretär des Departements für Bau und Umwelt.

Ausserdem komme die Gemeinde ihren Einwohnern sehr entgegen. «Wenn sich beispielsweise zwei Familien in der Bucht treffen wollen, werten wir sie nicht als eine grosse Gruppe», so Haas. Die Ordnung könne wahrscheinlich sowieso bald flexibler gestaltet werden. Eine Projektgruppe möchte die Bucht mit einer Gastronomie oder einem Spielplatz aufwerten. Genaueres will die Gemeinde in rund zwei Monaten bekannt geben.

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