Salmsach sichert sich Zugang zur Aach

Die Gemeindeversammlung macht am Montagabend mit einem Landabtausch den Weg frei zum Fluss. Und sie senkt den Steuerfuss.

Martin Sinzig
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Eingang zur Neuterbit mit der Strasse, die jetzt hinter dem Zaun der Firma gehört.

Eingang zur Neuterbit mit der Strasse, die jetzt hinter dem Zaun der Firma gehört.

Annina Flaig

Die Traktandenliste war reich befrachtet, die Diskussion angeregt. Dennoch hat die Gemeindeversammlung Salmsach am Montagabend im Schulhaus Bergli die anstehenden Geschäfte innerhalb einer guten Stunde bewältigt. 82 von insgesamt 840 Stimmberechtigten waren zur Versammlung gekommen. Sie genehmigten mit nur einer Gegenstimme einen Landabtausch mit der Neuteerbit AG. Dieser Landabtausch, der ohne finanzielle Entschädigung erfolgt, sichere der Gemeinde den Zugang zur Aach und ermögliche die Erstellung eines allfälligen Weges, wie Gemeindepräsident Martin Haas in der Diskussion mehrfach betonte.

Gemeindepräsident Martin Haas.

Gemeindepräsident Martin Haas.

Markus Schoch

Unbestritten war die mit diesem Geschäft verbundene Abtretung eines Teils der Seestrasse, der sich im eingezäunten Gelände der Neuteerbit AG befindet. Damit erspart sich die Gemeinde Sanierungskosten von rund 165'000 Franken. «So gefällt es mir jetzt», sagte ein Stimmbürger und erinnerte an den bereits vor über zehn Jahren beabsichtigten Landabtausch, der damals gescheitert war.

Steuerfuss sinkt um 3 Prozentpunkte

Einstimmig genehmigte die Versammlung das Budget 2020 der Einheitsgemeinde, das einen Ertragsüberschuss von 42'700 Franken vorsieht. Ebenfalls unbestritten war die Steuerfusssenkung von 67 auf 64 Prozent für die Politische Gemeinde und ein gleichbleibender Steuersatz von 64 Prozent für die Primarschulgemeinde. Beide Institutionen verfügten über stattliche Reserven, erläuterte Gemeindeschreiberin Nicole Haas. Die Entwicklung der Gemeinde, weiterhin rückläufige Sozialkosten und ein geringer Investitionsbedarf erlaubten eine Steuerfussreduktion. Salmsach profitiere aufgrund der tiefen Steuerkraft nach wie vor von einem hohen kantonalen Finanzausgleichsbetrag. Zudem könnten allfällige Steuerausfälle durch das Wachstum der Gemeinde aufgefangen werden.

Die Einbürgerung von Joana Ribeiro da Silva, einer portugiesischen Staatsangehörigen, wurde mit 80 gegen zwei Stimmen gutgeheissen. Die 28-jährige Primarlehrerin wohnt bereits seit 20 Jahren in Salmsach. Sie wird im kommenden Jahr an die örtliche Primarschule wechseln.

Projektideen für die Salmsacher Bucht

Die Gemeinde will das Gebäude künftig selber nutzen, in dem Richard Neururer jahrelang seinen Flohmarkt hatte.

Die Gemeinde will das Gebäude künftig selber nutzen, in dem Richard Neururer jahrelang seinen Flohmarkt hatte.

Markus Schoch

Der Gemeindepräsident skizzierte eine Projektidee für die Salmsacher Bucht. Ein bestehendes Gebäude soll für den Werkhof, den Bootshafen sowie für eine Gastronomie umgenutzt werden. Erste Abklärungen seien derzeit im Gang, weitere Informationen würden dann der Gemeindeversammlung vorgelegt werden, kündigte Haas an. Vize-Gemeindepräsidentin Marina Bruggmann blickte auf verschiedenen Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück und bedankte sich bei allen Einsatzwilligen, die dafür Miliz- und Freiwilligenarbeit leisteten und damit zum Miteinander im Dorf beigetragen haben.

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