Salmsach
«Die Freiheit verteidigen»: Diana Gutjahr ruft an der Bundesfeier zum Widerstand gegen Druckversuche auf

Die Salmsacher Bundesfeier wurde traditionell im Zelt in der Bucht abgehalten mit anschliessendem Jassnachmittag. Die SVP-Nationalrätin wies in der Festrede auf die Wichtigkeit der freien Meinungsäusserung, Kompromissbereitschaft und gemeinnützigem Einsatz zur Erhaltung der Freiheit hin.

Trudi Krieg
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Gemeindepräsident Martin Haas überreicht Festrednerin Diana Gutjahr einen Präsentkorb. Im Hintergrund zu sehen ist Ernst Baumann, der die Feier am E-Piano musikalisch umrahmte.

Gemeindepräsident Martin Haas überreicht Festrednerin Diana Gutjahr einen Präsentkorb. Im Hintergrund zu sehen ist Ernst Baumann, der die Feier am E-Piano musikalisch umrahmte.

Bild: Trudi Krieg

Gegen 50 Salmsacherinnen und Salmsacher, die sich vom nasskalten Wetter nicht abschrecken liessen, konnte Gemeindepräsident Martin Haas zur Bundesfeier begrüssen. Nationalrätin Diana Gutjahr freute sich, in Salmsach zur Feier beitragen zu dürfen, nachdem in letzter Zeit viele, ja zu viele Anlässe abgesagt worden seien. Es sei fast mehr darüber berichtet worden als über jene Gemeinden, welche den Mut gehabt hätten, eine Bundesfeier durchzuführen.

Dabei sei mit 730 Jahren Schweiz ein runder Geburtstag, der gefeiert werden solle. In ihrer Rede machte sich die SVP-Politikerin Gedanken darüber, welcher Preis die Freiheit für unser Land hat. Mit Sparsamkeit, Kompromissfähigkeit und Neutralität bezeichnete sie altbewährte helvetische Tugenden. Dazu gehöre auch die Devise, sich nicht in fremde Händel einzumischen und aussenpolitisch Zurückhaltung zu üben.

Selber denken und sich engagieren

Der Zeitgeist scheine ein anderer zu sein. Einzelne Landesvertreter würden sich durch äussere Einflüsse und ausländische Regierungen leiten lassen. Freude würden sich streiten, weil sie eine andere Sicht auf Corona oder andere Erfahrungen damit gemacht hätten. Gutjahrt sagte:

«Seien wir grosszügiger gegenüber unseren Mitmenschen im Denken wie im Handeln.»

Die Freiheit müsse immer wieder verteidigt werden gegen Druckversuche von aussen, aber auch von innen. Es gelte, sich zu überlegen, wann sich der Staat einmischen soll, und wann wir auf Eigenverantwortung setzten oder gar den Staat in Schranken weisen sollen: «Denkt daran, wenn zum Beispiel von flächendeckender Einführung von Covid-Zertifikaten gesprochen wird.»

Gleichmacherei bewirke eine Nivellierung gegen unten, eine Art Staatsgläubigkeit werde sich einschleichen. Sie habe in letzter Zeit öfter den Satz gehört: «Me dörfs fascht nüme luut säge.» Durch persönliches Engagement im Dienste der Öffentlichkeit würden freiheitliche Werte erhalten. Darum würden die Organisatoren des Festes, die Feuerwehr und die Gemeinde einen besonderen Applaus verdienen, meinte Gutjahr.

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