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Politposse in Salenstein: Angeschossener Gemeinderat will zurücktreten – aber nur, wenn sich sein Dauerkritiker zur Wahl stellt

Der Zwist zwischen dem Gemeinderat Lorenz Stopper und Georg Müller geht in die nächste Runde.
Kurt Peter
Im Gemeindehaus Salenstein kehrt noch immer keine Ruhe ein. (Bild: Nana do Carmo 13.04.2015)

Im Gemeindehaus Salenstein kehrt noch immer keine Ruhe ein. (Bild: Nana do Carmo 13.04.2015)

Seit der Erneuerungswahl in den Salensteiner Gemeinderat gibt es deftigen Knatsch zwischen Georg Müller und Lorenz Stopper. Georg Müller verlangt den Rücktritt von Lorenz Stopper nicht nur in Leserbriefen, er hat den Gemeinderat zudem aufgefordert, Stopper zum Rücktritt aufzufordern.

Dass eine Sitzung zu diesem Thema ohne ihn stattgefunden habe, sei für ihn Anlass gewesen, «mir reichlich Gedanken zu machen und ich bin nun zu einem Entschluss gekommen», hält Lorenz Stopper in einer Mail an Georg Müller fest. Stopper schreibt:

«Ich trete zurück, wenn Du Dich für den Gemeinderat aufstellst.»

Dieses Angebot gelte nur für Müller, denn «ich trete nicht einfach zurück und ein anderer soll es sein, nein, ich erwarte von Dir, dass Du, auch wenn es keine rechtlich verbindliche Klausel gibt, Dich aufstellst sobald es eine öffentliche Ausschreibung gibt und den Wahlkampf, auch in einem allfälligen zweiten Wahlgang, bis zum bitteren Ende führst».

Im Dorf soll wieder Frieden einkehren

Lorenz Stopper Gemeinderat (Bild: Reto Martin)

Lorenz Stopper Gemeinderat (Bild: Reto Martin)

«Mir geht es um die Gemeinde, nicht um das Amt», erklärt Lorenz Stopper seine Beweggründe für die Mail. Er gebe Müller die Möglichkeit, seine Worte in Taten umzusetzen, hält er im Schreiben weiter fest.

«Damit wieder Frieden in unserem Dorf einkehrt, in der Hoffnung, Du führst dann die Aufgaben als Gemeinderat genauso gewissenhaft wie ich oder sogar noch besser». Ihn zum Rücktritt aufzufordern sei das eine, Verantwortung zu übernehmen das andere, schreibt Stopper an die Adresse von Georg Müller.

Gemeindepräsident hofft auf Vernunft

Lorenz Stopper will eine klare Antwort von Georg Müller. «Ich werde keine Pingpongmails beantworten, sprich, es werden keine weiteren Fragen beantwortet oder gestellt». Eine einfache Antwort wie «Ja, ich mache es und übernehme Verantwortung oder nein, soviel Verantwortung übernehme ich nicht, reichen völlig aus».

Georg Müller. (Bild: Andrea Stalder)

Georg Müller. (Bild: Andrea Stalder)

Die Antwort werde Grundlage für seine Entscheidung, im Amt zu bleiben oder zurückzutreten, sein, hält Stopper in der Mail fest. Sollte Müller das Angebot ablehnen, erwarte er keine weiteren Rücktrittsforderungen oder Anfeindungen mehr.

Georg Müller selbst wollte auf Anfrage keine ausführliche Stellungnahme abgeben:

«Ich lasse mich nicht erpressen, das ist eine interne Sache zwischen Lorenz Stopper und mir, und ich äussere mich aktuell nicht weiter dazu.»

Gemeindepräsident Bruno Lorenzato hofft, dass bald Vernunft einkehrt. Die Arbeit im Gemeinderat sei von diesem Streit nicht tangiert, hält er fest. Es werde ein Termin gesucht, um die beiden an einen Tisch zu bringen und die Sache zu klären. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gebe er keine weitere Stellungnahme ab.

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