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Sägeweiher in Roggwil droht zu verschlammen

Er ist durch Deponiesickerwasser und Giessereischlacke stark verschmutzt: Doch der Weiher im Südosten der Gemeinde Roggwil soll nicht zur Kloake verkommen.
Max Eichenberger
Der Sägeweiher in der Gemeinde Roggwil ist idyllisch gelegen. Bild: Max Eichenberger

Der Sägeweiher in der Gemeinde Roggwil ist idyllisch gelegen. Bild: Max Eichenberger

Idyllisch liegt der Sägeweiher eingebettet in den Waldsaum auf einer leichten Anhöhe im Südosten von Roggwil. Nahe am Fussweg zum Tälisberg hoch hat es eine zum Weiher offene Hütte mit Tisch und Sitzgelegenheit, davor eine Grillstelle. Bäume schirmen die Sonnenstrahlen ab. Hier lässt es sich gut verweilen. Doch zu viel Betrieb will die Gemeinde nicht. Zwar vermietet sie die Hütte gelegentlich an Dritte, doch als Teil des Naherholungsgebietes soll es am Weiher «idyllisch und ruhig» bleiben, sagt Gemeindepräsident Gallus Hasler. Ruhig liegt auch das Wasser, dessen Oberfläche mit schwimmenden Partikeln aus der Umgebung und einem Algenteppich bedeckt ist. Es gibt wenig Wasserumsatz. Das ist Teil des Problems des Weihers. Er droht zu verschlammen. «Es hat sich viel Material abgelagert», sagt Gallus Hasler.

Die Verursacher sind Sauerer und eine alte Deponie

Problematisch ist vor allem auch, dass das Weiherbecken mit ausgeschwemmten Deponiesickerwassern und saurem Klärschlamm belastet ist. Im Einzugsgebiet des Sägeweihers befindet sich nämlich die Deponie Erchenwil. Hier wurde bis vor rund vierzig Jahren Haushaltkehricht abgelagert. Zudem sei in früheren Jahren das Töbeli bei der Baumühle mit Giessereischlacke von Saurer mit Schwermetallgehalten aufgefüllt worden. Die Gemeinde hat nun ein Spezialunternehmen damit beauftragt, Bodenproben zu nehmen und eine Analyse zu erstellen. «Die Resultate liegen noch nicht vor», sagt Hasler. Je nach Ergebnissen wird das Sanierungsverfahren gewählt. Der Weiher wird ausgebaggert und Material vom Grund abgesaugt werden müssen. Das Material wird dann fachgerecht entsorgt. Das Projekt soll bis zur Budgetgemeindeversammlung im Januar aufgegleist und dann im Laufe des nächsten Jahres ausgeführt werden.

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