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Runder Tisch zur Aufwertung der Altstadt in Arbon: Kritiker fühlt sich ausgeschlossen

Am Donnerstag diskutierten Vertreter der Stadt mit interessierten Kreisen über das weitere Vorgehen in der Altstadt. Einer, der gerne dabei gewesen wäre, erhielt keine Einladung.
Markus Schoch
John Mötteli will am Runden Tisch mitreden. (Bild: Max Eichenberger)

John Mötteli will am Runden Tisch mitreden. (Bild: Max Eichenberger)

John Mötteli ist einmal mehr schlecht zu sprechen auf die Stadt. Er hätte gerne mitgeredet am runden Tisch als Vertreter der IG Promenadenstrasse, die sich mit Erfolg gegen eine neue Verkehrsregelung in der Altstadt mit Einbahnregime gewehrt hatte. Doch die Stadt wollte die Gruppierung nicht dabei haben, weil sie sich vor der Abstimmung am 23. September über den Kredit zur Aufwertung der Altstadt nicht besonders hervorgetan habe, schrieb ihm Stadtpräsident Andreas Balg. «Daran halten wir fest. Ich bitte Sie, dieses Vorgehen zu respektieren.»

Balg tat sich mit dieser Antwort deshalb leicht, weil er davon ausging, dass Mötteli trotzdem am Tisch sitzen werde – als Vertreter der IG Arboner Altstadt, die eine Einladung erhalten hatte. Adressat: John Mötteli.

John Mötteli gibt sich unbeirrt

Nur: Der Anwalt ist nicht Mitglied dieser IG, wie er gestern auf Anfrage erklärte. Und darum kündigte er am Mittwoch Balg an, dass er am Donnerstag ins Schloss kommen und im Namen der IG Promenadenstrasse das Wort erheben werde. Zumal die Begründung mehr als fadenscheinig sei, warum es für IG Promenadenstrasse keinen Platz in der Runde haben solle.

Der Natur- und Vogelschutzverein habe sich auch nicht im Abstimmungskampf zum Altstadt-Kredit engagiert, und dürfe jetzt trotzdem mitdiskutieren. Für Mötteli ist klar: Balg beziehungsweise die Stadt wollen sich ihre Pläne nicht von unliebsamen Kritikern wie ihm durchkreuzen lassen.

Andreas Balg zeigt sich gesprächsbereit

Andreas Balg. (Bild:Max Eichenberger)

Andreas Balg. (Bild:Max Eichenberger)

Stadtpräsident Balg bestreitet den Vorwurf und zeigt sich gesprächsbereit. Es gehe beim runden Tisch darum, in einem konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten einen gemeinsamen Nenner zu finden, wie das weitere Vorgehen sein könnte, auch in Bezug auf die Verkehrsführung. Er und der Stadtrat seien offen in Bezug auf das Ergebnis.

Je nachdem werde sich die Stadt dann auch um die Promenadenstrasse kümmern. Mötteli kritisiert, dass die Parkplätze seit drei Jahren entgegen der Verkehrsrichtung angeordnet sind – ebenso wie die Tempo-Signalisation. «Das ist ein Sicherheitsproblem, weil täglich Autos falsch fahren.» Um der Stadt Beine zu machen, hat Mötteli eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht.

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