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Rund um Kreuzlingen gedeihen die Fussballplätze 2.0

Münsterlingen, Tägerwilen und Kreuzlingen modernisieren ihre Spielfelder. Das Grün muss robuster werden.
Urs Brüschweiler
In Tägerwilen auf dem Sportplatz Tägermoos wird gebaggert. (Bild: Dontao Caspari)

In Tägerwilen auf dem Sportplatz Tägermoos wird gebaggert. (Bild: Dontao Caspari)

Die Kicker freut’s. Weil sie immer zahlreicher werden und die Plätze nicht endlos strapaziert werden können, entstehen derzeit an gleich drei Orten in der Region neue oder sanierte Fussballfelder. Es sind zwar alles eigenständige Projekte, aber bei der Problemstellung, wie bei der Lösung, zeigen sich einige Gemeinsamkeiten, wie ein Vergleich aufzeigt.

Die einzelnen Projekte und die Termine:

Auf dem Sportplatz Tägermoos in Tägerwilen stehen zwei Spielfelder und drei Trainingsplätze zur Verfügung. Sie werden derzeit allesamt saniert bevor ein sogenannter «Winternaturrasen» verlegt wird. Ab kommenden Frühling darf ihn der Fussballclub, der derzeit im Exil trainiert, bespielen. Münsterlingen erneuert und erweitert aktuell den Trainingsplatz im Hafenfeld. Er wird breiter und das Gefälle wird reduziert. Auch der FC Münsterlingen kann sich für nächste Saison auf ein rundum erneuertes zweites Feld freuen. Die Stadt Kreuzlingen wird im Döbeli eine drittes Rasenspielfeld realisieren. Eine Umzonung und das Baugesuch stehen noch aus. Gebaut wird der komplett neue Platz 2020. Läuft alles glatt, kann ihn die AS Calcio im Herbst schon teilweise nutzen.

Das kosten die Rasenplätze die Steuerzahler:

Die Gemeindeversammlung Tägerwilen bewilligte im Mai einen Kredit von 1,7 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten der Gemeinde Münsterlingen bewilligten im März des Vorjahres 1,05 Millionen Franken. Der Kreuzlinger Gemeinderat genehmigte im Juli 1,8 Millionen Franken. Bei letzteren beiden Projekten ist auch die Beleuchtung inbegriffen.

Und auch auf dem Münsterlinger Hafenfeld laufen die Erdarbeiten. (Bild: Donato Caspari)

Und auch auf dem Münsterlinger Hafenfeld laufen die Erdarbeiten. (Bild: Donato Caspari)

Die Frage nach Kunst- oder Naturrasen:

Die Idee, auf einen Kunstrasen zu setzen, gab es zu Beginn überall. In Münsterlingen kam man rasch davon ab, wegen der Kosten und weil sich der Sportplatz in einer Landschaftschutzzone befindet. Tägerwilen schwenkte nach einer öffentlichen Informationsveranstaltung, bei der man sich Kritik anhören musste, auf eine Naturlösung um. Die Gemeinde konnte dabei auch von der Erkenntnis profitieren, welche die Nachbarstadt aus der verlorenen Volksabstimmung im vergangenen Februar ziehen musste. Ein Kunstrasenplatz fand aus ökologischen und finanziellen Gründen deutlich keine Mehrheit bei den Bürgern.

Wichtig sind Nutzung, Bewässerung und Pflege:

Die neuen Plätze sollen länger genutzt werden können, als die alten: Februar/März bis November im Maximalfall. Doch die Verantwortlichen betonen, dass dazu ein gutes Platzmanagement wichtig sei. Um das Grün langfristig in Schuss zu halten, müsse der Schichtaufbau stimmen, die Be- und Entwässerung funktionieren und die Nutzung schlau geplant werden. In Tägerwilen begleitet eine Spezialfirma zwei Jahre den Unterhalt. Kreuzlingen will im Döbeli ein Pilotprojekt definieren, dass auf weitere Fussballfelder in der Stadt übertragen werden kann.

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