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Rückzieher der SVP sorgt für Premiere im Arboner Parlament: Köbi Auer wird zum zweiten Mal Präsident

Die SVP brachte bei der Wahl am Dienstagabend einiges Durcheinander. Am Schluss sass einer auf dem Stuhl des höchsten Arboners, der dort schon vor drei Jahren einmal Platz genommen hatte - seinen Sohn an der Seite.
Markus Schoch

  

Köbi Auer (rechts) nimmt die Gratulation von Riquet Heller entgegen, der das Parlament in den letzten zwölf Monaten präsidiert hat. (Bild: Donato Caspari)

Köbi Auer (rechts) nimmt die Gratulation von Riquet Heller entgegen, der das Parlament in den letzten zwölf Monaten präsidiert hat. (Bild: Donato Caspari)

Ruedi Daepp brachte einiges Durcheinander. Vor einem Jahr liess sich der Landwirt zum Vize-Präsidenten des Parlaments wählen und sollte am Dienstag dieser Woche die Nachfolge von Riquet Heller (FDP) übernehmen. Doch der SVP-Vertreter wollte entgegen der Gepflogenheit nicht nachrücken. Er könne das Amt aus betrieblichen Gründen nicht übernehmen, begründete Daepp seinen Rückzieher.

Ruedi Daepp. (Bild: PD)

Ruedi Daepp. (Bild: PD)

Das Ratsbüro war auf die Ankündigung vorbereitet und konnte dem Parlament einen Ersatz präsentieren in der Person von Köbi Auer von der SP, die turnusgemäss den übernächsten Präsidenten hätte stellen können.

Das Parlament zeigt Dankbarkeit

Der Vorschlag war insofern bemerkenswert, als dieses Ehrenamt einem Politiker in seiner Karriere normalerweise nur einmal zufällt. Und dem Gewerkschafter wurde sie bereits vor drei Jahren zuteil, als er die Sitzungen leiten durfte. Doch offenbar liess sich in der Partei niemand auf die Schnelle finden, der das Parlamentspräsidium übernehmen wollte. Und so stellte sich Auer ein zweites Mal zur Verfügung, was allerdings niemanden störte. Im Gegenteil: Er bekam sogar Dankesworte von seinen Kollegen und Kolleginnen zu hören für die Bereitschaft einzuspringen. Alle 29 anwesenden Parlamentsmitglieder gaben Auer denn auch die Stimme.

Lukas Auer. (Bild: PD)

Lukas Auer. (Bild: PD)

Mehr zu reden gab die Besetzung des Vize-Präsidiums, für das Auers Sohn Lukas von der CVP kandidierte. Die Fraktion von FDP und XMV hätte sich gewünscht, dass die SVP jemanden stellt, damit so mit einer Rochade die übliche Reihenfolge bei der Vergabe des Präsidialamtes wieder hergestellt wäre, was die Personalplanung vereinfache beziehungsweise überhaupt erst möglich mache, sagte Silke Sutter Heer.

SVP versteht Aufregung nicht

Doch die SVP sah sich ausser Stande, diesem Wunsch nachzukommen. «Es ist uns derzeit nicht möglich», setzte Fraktionspräsident Roland Schöni den Diskussionen ein Ende. Er verstehe die Aufregung auch nicht ganz. Denn es sei nicht das erste Mal, dass eine Partei passen müsse. Die SP sei vor Jahren in der gleichen Situation gewesen wie sie jetzt, als Erica Willi das Präsidium ausgeschlagen habe. Das Parlament wählte Lukas Auer schliesslich mit 26 Stimmen. Drei Personen legten leer ein.

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