Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Rosa Kloster statt rosa Schleife: Das Brustzentrum Thurgau bekennt in Münsterlingen Farbe

Mit einer Lichtinstallation macht das Brustzentrum Thurgau in Münsterlingen auf das Krebsrisiko und die Prävention aufmerksam.
Hana Mauder Wick
In den frühen Abendstunden erstrahlt die Klosterkirche in Rosa. (Bild: Hana Mauder Wick)

In den frühen Abendstunden erstrahlt die Klosterkirche in Rosa. (Bild: Hana Mauder Wick)

Was für ein Blickfang: Die Mauern des ehemaligen Klosters Münsterlingen leuchten in kräftigem Rosa.

«Die Lichtinstallation dient als stilisiertes Symbol für die Rosa Schleife»

erklärt Mathias Fehr, Leiter des Brustzentrums Thurgau mit den Standorten Frauenfeld und Münsterlingen. Die Schleife steht international als Zeichen der Solidarität mit an Brustkrebs erkrankten Frauen. «Zu unseren Aufgaben zählt die jährliche Durchführung einer öffentlichen Veranstaltung», sagt Fehr.

«In der Schweiz ist Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen»

sagt Markus Kuther, Chefarzt der Frauenklinik Münsterlingen. Jedes Jahr erkranken rund 5300 Frauen. Jede achte Frau in der Schweiz ist betroffen. Trotzdem stagniere die Teilnahme am Mammografie-Screening für ab 50-Jährige bei derzeit 40 Prozent. «Einige haben Angst vor der Strahlung während des Screenings. Oder sie empfinden den Vorgang als unangenehm», meint Hans Reinhardt, Oberarzt der Radiologie.

Das Team des Brustzentrums Thurgau: Julia Schätzle, Mathias Fehr, Christiane Reuter, Wieland Sell und Markus Kuther. (Bild: Hana Mauder Wick)

Das Team des Brustzentrums Thurgau: Julia Schätzle, Mathias Fehr, Christiane Reuter, Wieland Sell und Markus Kuther. (Bild: Hana Mauder Wick)

Die Mammografie senkt das Sterberisiko deutlich

«Es nützt aber nichts, wie ein Kaninchen im Dunkeln zu hocken und darauf zu hoffen, dass nichts Schlimmes passiert», sagt Markus Kuther. Die Mammografie senke das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, um 20 Prozent. Christiane Reuter, Leiterin der Strahlenklinik, sagt:

«Je früher eine Behandlung einsetzen kann, desto schonender und einfacher ist sie»

Doch die Mammografie ist nur ein kleiner Bruchteil der Aufgaben. Das Brustzentrum ist ein interdisziplinäres Kompetenzzentrum. Hier bündeln sich die Kräfte. Von Diagnose, Therapie bis hin zur Betreuung im Leben nach dem Brustkrebs ist eine gut vernetzte und ineinandergreifende Betreuung der Betroffenen Dreh und Angelpunkt.

Zielorientierte Behandlung, interdisziplinäre und individuelle Begleitung sowie die Erhaltung der Lebensqualität während und nach der Erkrankung stehen im Mittelpunkt. Von der Erstdiagnose bis zur Nachsorge. Wieland Sell, Leitender Arzt des Brustzentrums Thurgau, sagt:

«‹Wie geht das Leben nach dem Krebs weiter? Wie muss ich meine Lebensweise verändern?› Das sind nur einige Fragen, die Patientinnen uns stellen.»

Seit 2009 ist das Brustzentrum ISO-zertifiziert und erfüllt einen Anforderungskatalog: 125 Fälle pro Zentrum, 98 Prozent Diagnose-Sicherung vor der Operation, mehr als 30 operierte Patientinnen pro Brustchirurg, Diagnose innert fünf Tagen, Therapiebeginn innert 20 Tagen. «Wir werden jedes Jahr erneut auf Herz und Nieren geprüft», erklärt Mathias Fehr. Das Qualitätslabel der Krebsliga Schweiz trägt das Brustzentrum seit 2013.

Mit der Lichtinstallation setzen die Verantwortlichen ein Zeichen der Solidarität. Die Botschaft kommt gut an: «Ursprünglich sollte das Kloster eine Woche lang leuchten», sagt Julia Schätzle, Qualitätsmanagement Brustzentrum, «aber wir haben so viele positive Rückmeldungen erhalten, dass wir das Projekt auf zwei Wochen verlängern möchten.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.