Romanshorner Winterwasser: eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft

Das Projekt funktioniert dank der Unterstützung von Gemeinden, Sponsoren und der Bevölkerung. Allerdings sind Optimierungen nötig.

Markus Bösch
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Hier wird die Traglufthalle aufgebaut. (Bild: Reto Martin)

Hier wird die Traglufthalle aufgebaut. (Bild: Reto Martin)

Zum einen machen den Erfolg des «Winterwasser» die 204 Genossenschafter mit ihren 681 Anteilscheinen, die Darlehen von Romanshorn und dem Hallenbad Arbon, die Beiträge der beteiligten Gemeinden und die je 500 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden beim Auf- und Abbau der Traglufthalle aus. «Und zum anderen Erträge durch Schulen und Vereine sowie die Eintritte während den Öffnungszeiten – letzten Winter waren das gegen 20000», sagt Präsident Hanspeter Gross an der GV im Inseli. «Wir haben versucht, auf Kundenbedürfnisse einzugehen. So ist der Andrang morgens um sechs montags, mittwochs und freitags bereits hoch, an den Wochenenden ist neu bis 16 Uhr geöffnet.»

Neue Angebote und soziale Aufgabe

Ausserdem gebe es neue Angebote wie «FitTime», «FamilyTime» und «FullTime». «An 83 Stunden pro Woche herrscht bei uns Betrieb. Damit nehmen wir alle auch eine soziale Aufgabe wahr. Wir wollen, dass wieder und noch mehr Kinder zu sicheren Schwimmern werden.» In technischer Hinsicht sei umweltfreundliche Holzschnitzelenergie aufgewendet worden, dank der speziellen Thermohülle nur ein Viertel davon für die Hallenluft. Damit wird das Winterwasser zu einem Referenzobjekt, wenn es um zukünftige, gesetzliche Vorgaben geht.

Damit das Projekt finanziell tragbar bleibt, braucht es laut Gross noch mehr gemeinsame Bestrebungen und eine breitere Abstützung in der Region. Hans Sidler informierte über die Erfolgsrechung und das Budget. «Mit 214187 Franken Ertrag und einem Aufwand von 203266 Franken weisen wir einen Gewinn von knapp 11000 Franken aus, mit dem die festgeschriebene Dividende für die Anteilsscheine geleistet werden kann.» Das Budget für die laufende Saison zeige ähnliche Zahlen: 234900 Franken Ertrag, 224000 Franken Ausgaben, 10900 Franken Gewinn. «Der Personalaufwand ist geringer, da neu das Gemeindepersonal zuständig ist», sagt Sidler. Man komme nicht drumherum, mit neuen Ideen mehr Sponsoringgelder zu generieren.

Neue Verwaltungsmitglieder

Neben den bisherigen Mitgliedern wurden neu Stadträtin Tamara Wiedermann für Romanshorn und Stadtrat Jörg Zimmermann für Arbon in die Verwaltung gewählt. Zudem unterstreicht Hans Peter Belloni als Beisitzer Arbons Präsenz.