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Im zehnten Anlauf hat es geklappt: Kurt Oberländer aus Romanshorn tritt am Samstag bei Dieter Bohlen in der Sendung «Das Supertalent» auf

Für den 84-Jährigen ist die Teilnahme an der Castingshow Karrierehöhepunkt und Neuanfang zugleich: Er wandert nach Kambodscha aus. Von der Bühne abtreten will der umtriebige Alleinunterhalter aber noch lange nicht. Das Beste kommt noch, hofft er.
Markus Schoch
Kurt Oberländer nimmt sein Klavier und sagt der Schweiz Adieu. (Bild: Donato Caspari)

Kurt Oberländer nimmt sein Klavier und sagt der Schweiz Adieu. (Bild: Donato Caspari)

Jeder andere hätte aufgegeben. Nach dem ersten erfolglosen Versuch, wahrscheinlich nach dem zweiten, sicher nach dem dritten. Nicht so Kurt Oberländer. Der Alleinunterhalter hat sich von Absagen nicht beirren lassen und ist wieder und wieder vor die «Supertalent»-Jury gestanden, um den Sprung auf die ganz grosse Unterhaltungsbühne des deutschen Privatfernsehens zu schaffen. «Ich war mir zu 100 Prozent sicher, dass es irgendwann klappen würde», sagt der Romanshorner.

Seine Stimme trage noch immer, und mit 84 Jahren sei er in seiner Alterskategorie mittlerweile konkurrenzlos. Oberländer ist topfit, beweglich und muskulös wie noch nie in seinem Leben, wie er selber sagt. Dafür trainiert er hart und mit unglaublicher Disziplin im Fitnessstudio, auf seinem E-Bike und zu Hause.

Im zehnten Anlauf bestätigte sich seine Prophezeiung. Am kommenden Samstag hat der Romanshorner seinen Auftritt als Rock’n Roller auf RTL bei Dieter Bohlen, Bruce Darnell und Sarah Lombardi. Lampenfieber hat Oberländer keines mehr. Die Show ist eine Aufzeichnung. Der Musiker hatte sich akribisch auf die wenigen Minuten im Scheinwerferlicht vorbereitet, in dem zu stehen er sich so sehr wünschte. «Ich habe während rund drei Monaten täglich bis zu zwei Stunden am Klavier geübt.»

Diesen Auftritt wird er nie vergessen

Die Mühen waren nicht umsonst. «Der Aufwand hat sich vielfach gelohnt», sagt Oberländer. Wie es ihm gelaufen ist, darf er allerdings nicht sagen. «Das soll eine Überraschung sein.» Soviel darf er aber verraten: Den Drehtag in Bremen im August vor 1'500 Personen im Publikum werde er nie vergessen.

«Es war wahnsinnig und das bei weitem Überragendste, was ich als Künstler bis jetzt erlebt habe.»

Und das war auch davor nicht nichts. 2011 stand er beispielsweise mit seiner damaligen Bühnenpartnerin Brigitte Fröhli immerhin im Halbfinal der «Grössten Schweizer Talente».

Kurt Oberländer und Brigitte Fröhli standen vor acht Jahren im Halbfinal der «Grössten Schweizer Talente». (Bild: PD)

Kurt Oberländer und Brigitte Fröhli standen vor acht Jahren im Halbfinal der «Grössten Schweizer Talente». (Bild: PD)

Doch die Erlebnisse in der norddeutschen Hansestadt vor ein paar Wochen waren nochmals eine ganz andere Nummer. Schon der Empfang auf dem Flughafen habe ihn aus den Socken gerissen. Beim Ausgang sei ein Mann mit einem riesigen Schild gestanden, auf dem «Supertalent» stand. «Ich kam mir vor wie ein Star. Alle haben geschaut.»

Dieses Gefühl vermittelten ihm auch vier Kameraleute, die Oberländer den ganzen Tag auf Schritt und Tritt begleiteten. Sie filmten seine Fahrt mit dem Taxi ins Metropol Theater, seine Anmeldung und die zahllosen Interviews, die er danach geben musste. «Am frühen Abend war ich fast heiser vom vielen reden», sagt Oberländer. «Alle waren unglaublich nett zu mir, auch Dieter Bohlen.»

Ein Neuanfang in Kambodscha

Der grösste Erfolg von Oberländern ist gleichzeitig der Anfang eines neuen Lebensabschnittes. Er wandert aus nach Kambodscha, wo er bereits die beiden letzten Winter verbrachte bei Andy Scheidegger, den er aus früheren Tagen in Romanshorn kennt: Der Wirt führte einst die «Sonne» am Hafen.

Das Abenteuer beginnt für Oberländer heute Mittwoch, wenn er mit zwei Koffern und seinem Klavier ins Flugzeug steigt.

«Ich will nochmals etwas anderes erleben und der Kälte in der Schweiz entfliehen.»

Dort, wo er hingehe, sei es immer warm. Wohnen wird er mit einem Rentner-Visa in der Provinz Koh Kong in einem Haus, das ihn pro Monat 130 Dollar Miete kostet. «In einer Viertelstunde bin ich dank meinem Roller am Meer mit einem fantastischen Strand.»

Vor dem Alleinsein fürchte er sich nicht, sagt Oberländer «Ich finde immer sofort Kontakt.» Langweilig werde es ihm sicher nicht. Einen Monat im Jahr will er im thailändischen Pattaya bei einem Kollegen in einem eigenen Studio verbringen und dort wieder Tennis spielen. «Einen Trainer habe ich bereits.» Und im Sommer werde er jeweils für zwei bis drei Monate als Feriengast in die Schweiz zurück kommen.

Er hat noch lange nicht genug

Das neue Zuhause von Kurt Oberländer in Kambodscha. (Bild: PD)

Das neue Zuhause von Kurt Oberländer in Kambodscha. (Bild: PD)

Vielleicht sitzt er bereits im November wieder im Flugzeug Richtung Kloten. Denn Oberländer hat gute Chancen, bei «Voice of Switzerland» in die Endrunde zu kommen. Zwei Castings hat er bereits überstanden. Seinen Abschied von der Bühne plant er noch lange nicht. «Es sind schon so viele Träume in Erfüllung gegangen, warum nicht noch einer mehr», sagt Oberländer und lacht.

«Das Supertalent», RTL, 19. Oktober, 20.15 Uhr

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