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Romanshorner Student trifft sich mit Schweizer Politikern in Bern: «Sie haben so offen auf mich reagiert»

Der Student Pascal Nellen reist im Rahmen seiner Bachelorarbeit ins Bundeshaus und trifft sich mit namhaften Politikern. Diese zeigen sich nahbar. Einer macht sogar kurzerhand per Email Duzis.
Jana Grütter
Ein Romanshorner trifft sich mit Politikern im Bundeshaus. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Romanshorner trifft sich mit Politikern im Bundeshaus. (Bild: Benjamin Manser)

Politiker in Bundesbern sind abgehoben. Ausserdem kann ein normaler Bürger keinesfalls einfach so mit ihnen in Kontakt treten. Aussagen, die in der Bevölkerung weit verbreitet sind.

Diese Vorurteile kann Pascal Nellen widerlegen. Der Romanshorner studiert an der ZHAW in Winterthur Betriebsökonomie und beschäftigt sich momentan im Rahmen seiner Bachelorarbeit mit dem Kapazitätsmarkt.

In dieser untersucht er potenzielle Kapazitätsmechanismen für den Schweizer Strommarkt zur Gewährleistung der nationalen Versorgungssicherheit, in Anbetracht des voranschreitenden Atomausstiegs. Diese sollen ausserdem Investitionsanreize für die nicht rentable Wasserkraft schaffen.

Politiker stellen sich zur Verfügung

Nun darf er bald persönlich mit verschiedensten Mitgliedern des National- und Ständerats über die Problematik des Stromhandels sprechen.

Pascal Nellen (Bild: PD)

Pascal Nellen (Bild: PD)

Dank Vitamin B konnte der 28- Jährige Kontakte zu Politikern knüpfen. «Ich durfte SVP-Nationalrätin Diana Gutjahr kennen lernen», sagt Nellen. Er kenne ihren Vater, Roland Gutjahr, aus seiner Zeit als Schnupperstift bei ihm in der Ernst Fischer AG. Durch Gutjahrs Netzwerk habe er Zugang zu anderen bekannten Politikern gefunden. «Frau Gutjahr hat für mich einige angeschrieben.»

«Ich habe eine Email von Herrn Girod bekommen, die mit ‘Gruss Bastien’ geendet hat»

Die Nationalräte Albert Rösti (SVP), Christian Imark (SVP), Christian Wasserfallen (FDP), Eric Nussbaumer (SP), Bastien Girod (Grüne) und Ständerat Roland Eberle (SVP) hätten sich zur Verfügung gestellt. «Mir ist aufgefallen, dass sie parteiübergreifend untereinander ein sehr kollegiales Verhältnis haben. Die Politiker antworteten mir sehr offen und bodenständig.» Das gibt es laut Nellen sonst nirgends. «Ich habe eine Email von Herrn Girod bekommen, die mit ‘Gruss Bastien’ geendet hat.»

Am 20. März trifft sich Nellen mit seinen Gesprächspartnern im Bundeshaus. Er bekommt die Möglichkeit, mit den Politikern über die Thematik seiner Arbeit zu sprechen und vor allem über die Frage, wie es mit dem Schweizer Kapazitätsmarkt weitergehen soll.

Energiestrategie lässt Fragen offen

«In der Schweiz nutzen wir zu 59 Prozent Wasserkraft und zu 31 Prozent Kernkraft, um Strom herzustellen», sagt Nellen. Der Rest werde aus erneuerbarer und alternativer Energie hergestellt. «Mit der Annahme der Energiestrategie 2050 hat die Bevölkerung entschieden, schrittweise aus der Atomenergie auszusteigen.» Daher müsse sich die Schweiz neue Wege überlegen. «Die Energiestrategie sagt bisher nicht, wie man die verlorene Energie wieder einholen kann.»

Seine Arbeit beschäftige sich daher mit politischen Fragen. «Das Land muss sich einig darüber werden, ob der Strom zukünftig aus dem Ausland importiert oder im Inland produziert werden soll.» Rein technisch sei nämlich vieles möglich. «Wir sind aber zu einem Teil abhängig von den Ländern um uns herum.» Daher könne nicht einfach eine eigene Strategie entwickelt werden.

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