Romanshorner Schachturnier im Schachmatt

Es wäre die zehnte Ausgabe des Thurgauer Schach-Opens gewesen. Nun sagen die Verantwortlichen das diesjährige Turnier ab, da keine passende Lokalität gefunden wurde.

David Grob
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Die Schachpartien können nicht eröffnet werden. (Archivbild: Nana do Carmo)

Die Schachpartien können nicht eröffnet werden. (Archivbild: Nana do Carmo)

Der eigene König wurde aufs Schwarz-Weiss des Brettes gelegt, noch bevor der erste Zug getätigt wurde. Im Schachsport bedeutet diese Geste die Aufgabe des Spiels in einer aussichtslosen Situation. In einer ähnlichen Lage befindet sich momentan auch der Romanshorner Schach-Club. Er verzichtet auf die diesjährige Durchführung des Thurgauer Schach-Opens, welches vom 9. bis zum 13. Oktober in Romanshorn stattgefunden hätte. Die Jubiläumsausgabe – es wäre die zehnte gewesen – fällt somit ins Wasser.

Verschiedene Gründe führen zur Absage

Der Präsident des Schach-Clubs Romanshorn Hanspeter Heeb sieht die Gründe zum Einen im Personalmangel: «Um den Anlass durchführen zu können, fehlen uns momentan die nötigen Organisatoren.» Die Person, die in den letzten Jahren das Turnier jeweils organisierte, sei momentan abwesend und könne deshalb die Planung und Durchführung nicht übernehmen. Heeb, der auch noch als Schulpräsident der Primarschulgemeinde Romanshorn und als Kantonsrat amtet, sagt:

«Um den Anlass durchführen zu können, fehlen uns momentan die nötigen Organisatoren.» Die Person, die in den letzten Jahren das Turnier jeweils organisierte, sei momentan abwesend und könne deshalb die Planung und Durchführung nicht übernehmen. Heeb, der auch noch als Schulpräsident der Primarschulgemeinde Romanshorn und als Kantonsrat amtet, sagt: 

«Ich selbst habe momentan leider auch keine Kapazität, um einspringen zu können.»

Zum Anderen gestaltete sich die Suche nach einer geeigneten Lokalität zur Durchführung des Turniers schwierig. «Die Räume, in denen das Turnier bisher stattgefunden, wurden uns nicht mehr zu den gleichen Bedingungen angeboten», sagt Heeb. Bisher habe der Schach-Club jeweils zweihundert Franken bezahlt plus die Konsumation. «Nun wurde ein für uns zu hoher Betrag verlangt.» Dies erschwere eine erfolgreiche Durchführung des Turniers, meint Heeb.

Alternativen seien gesucht aber nicht gefunden worden, meint Heeb. «Wichtig war uns auch ein zentraler Standort.» Eine kleine Rolle habe zudem auch die geringe Nachfrage von Seiten der Spieler geführt. «Viele Schachspieler sind schon älter, und uns fehlt etwas der Nachwuchs», meint Heeb und spricht damit eine grundsätzliche Problematik im Schachsport an.

Ein Schachturnier für alle

ROMANSHORN. Seit 2007 führt der Schachklub Romanshorn sein Thurgauer Open durch. Ziel des Turniers ist es, auch den schwächeren Clubspielern und interessierten Amateuren eine Vergleichsmöglichkeit zu bieten.