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Romanshorner Primarschule lehrt Eltern das Spielen mit Kindern

Die Primarschulgemeinde investiert in ein Förderprogramm mit Hausbesuchen bei Familien ohne entsprechende Kultur. Die Erfahrungen andernorts sind gut.
Markus Schoch
Nicht alle Eltern spielen mit ihren Kindern. (Bild: Fotolia)

Nicht alle Eltern spielen mit ihren Kindern. (Bild: Fotolia)

Es sei eine Investition in die Zukunft, sagte Primarschulpräsident Hanspeter Heeb an der Budgetgemeinde am Dienstagabend vor 34 Schulbürgern. Heeb sagt:

«Wir erwarten uns viel davon.»

21'000 Franken lässt sich die Primarschule im nächsten Jahr ein Projekt kosten, bei dem es darum geht, Kleinkindern im Alter zwischen einem und vier Jahren das Spielen zu lernen. Denn es gibt tatsächlich Eltern, die mit ihren Söhnen und Töchtern keine Klötzlitürme bauen, Puzzles machen oder mit ihnen draussen herumtollen.

Die entsprechenden motorischen und kognitiven Defizite würden schwer wiegen, weil sie später nur mit grossem finanziellen Aufwand im Rahmen von schulischen Fördermassnahmen wett gemacht werden könnten, sagte Heeb. Und er rief in Erinnerung, dass die Primarschulgemeinde jährlich mehrere Hunderttausend Franken für Stützunterricht ausgebe.

Der Romanshorner Primarschulpräsident Hanspeter Heeb (Archivbild: Donato Caspari)

Der Romanshorner Primarschulpräsident Hanspeter Heeb (Archivbild: Donato Caspari)

Der Primarschulpräsident schätzt, dass es in Romanshorn vielleicht 20, maximal 30 Familien sind, denen mit Hausbesuchen von geschultem Personal beim Spielen auf die Sprünge geholfen werden muss. Das Programm ist ein Angebot der Perspektive Thurgau, wird von der Stadt unterstützt und hat den Praxistest in Weinfelden bereits bestanden. Die grösste Schwierigkeit werde sein, die in Frage kommenden Familien auszumachen und sie für das Projekt zu gewinnen, sagte Heeb.

Steigende Schülerzahlen nach Jahren der Konstanz

Vor einer «rechten Herausforderung» steht die Primarschule nach Angaben von Heeb in Bezug auf die Schülerzahlen. Seit 2007 sind sie relativ konstant, was die Planung einfach machte. Doch jetzt zeigt die Entwicklung nach oben. Heeb sagt:

«Es erwarten uns vier Jahrgänge mit über 115 Kindern.»

Zum Vergleich: Zuletzt waren es 90. Die Behörde geht davon aus, im Jahr 2021 eine zusätzliche Kindergartenabteilung eröffnen zu müssen und zwei Primarschulabteilungen ab dem Jahr 2022. Und so wie es jetzt aussieht, braucht es bereits im nächsten Jahr eine zusätzliche Unterstufenklasse. Neue Möglichkeiten würden sich mit der Übernahme der finanziellen Verantwortung für das Chinderhuus ab kommendem Jahr eröffnen, sagte Heeb. Die Behörde werde eine Strategie für die Randzeitenbetreuung erarbeiten, die immer wichtiger werde.

Das Budget sieht für 2019 ein Defizit von 88'000 Franken vor. Und das obwohl die Primarschulgemeinde nur noch 1,06 Millionen statt wie zuletzt 1,46 Millionen Franken aus dem Finanzausgleich erhält. Grund ist, dass sich das Verhältnis von Steuerkraft zu Schülerzahl weiter verbessert, was der Primarschule unter dem Strich grösseren finanziellen Spielraum gebe im Betrag von aktuell rund 350'000 Franken, sagte Heeb. Weil umkehrt die Sekundarschulgemeinde 2019 1,14 Millionen nach Frauenfeld in den Finanzausgleichs-Topf überweisen muss, wird Romanshorn erstmals zum Nettozahler.

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