Romanshorner Feuerwehr übt den Ernstfall in einem Altersheim

Einen Zimmerbrand über zwei Stockwerke bildete das Szenario, welches über hundert Feuerwehrleute zu bewältigen hatten. Schauplatz war das Altersheim Haus Holzenstein.

Markus Bösch
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Ein Feuerwehrfahrzeug im Einsatz während der Übung. (Bild: Markus Bösch)

Ein Feuerwehrfahrzeug im Einsatz während der Übung. (Bild: Markus Bösch)

Um halb Neun am Samstagmorgen geht der Alarm los: Im fünften und sechsten Stock des Altersheims Haus Holzenstein in Romanshorn gibt es einen Zimmerbrand.

Es ist kein Ernstfall, sondern nur eine Übung, welche die Romanshorner Feuerwehr zusammen mit ihren Kollegen aus Amriswil durchführen. Noch vor dem Alarm informiert der Geschäftsführer des Altersheims Andreas Steinke über die bevorstehende Grossübung: «Wir alle sind angewiesen darauf, dass die eigenen Abläufe in so einem Fall funktionieren, sodass die Sicherheit gewährleistet werden kann.»

Die letzte gross angelegte Übung dieser Art habe vor zehn Jahren stattgefunden. «Für mich und für etliche Mitarbeitende ist es die erste», sagt Steinke. Gleichzeitig erhielten 15 Figuranten im Mehrzweckraum letzte Instruktionen über ihre Blessuren und ihr Verhalten als Rauchgasverletzte.

Hundert Feuerwehrmänner standen im Einsatz

Bereits nach einigen Minuten nach dem Alarm trifft ein erstes Feuerwehrfahrzeug vor dem Haus Holzenstein ein, elf weitere folgen später. Bald sind 80 bis 90 Feuerwehrleute des Stützpunktes Romanshorn vor Ort, unterstützt von 15 Personen der Feuerwehr Amriswil. Weil das Löschwasser tiefere Stockwerke trifft, müssen die Feuerwehrleute alle Bewohner des Hauses evakuieren. Zugchef Thomas Sonderegger, der die Übung leitet, meint:

«Das ist eine Herausforderung für uns»

Es gebe als einzigen Fluchtweg nur ein enges Treppenhaus. Aber die Übung bringt der Feuerwehr Erkenntnisse. «Erstens hilft uns eine solche Übung, das Gebäude kennen zu lernen», sagt Sonderegger. Zweitens werde der Umgang mit vielen Verletzten und alten Menschen geübt.

Feuerwehr ist eingespielt

Während es im Innern des Gebäudes darum geht, dass der Bestand der Bewohnerinnen und Bewohner aufgenommen und sichergestellt wird, dass alle gerettet sind, treten draussen die verschiedenen Bereiche der Feuerwehr in Aktion: Die Handgriffe sind eingeübt, die Befehle klar und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren scheint zu klappen. «Wenn es Schwachstellen gibt, werden sie im Anschluss in einem Rapport und in einer Nachbesprechung aufgezeigt», sagen Sonderegger und Steinke.