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Romanshorner Brunnen kehrt an seinen alten Standort zurück

Im Romanshorner Weiler Holz hat der Verein Löffelpark die Rückkehr des alten Brunnens gefeiert.
Barbara Hettich
Zur Einweihung des Löffelparks überbringen Stadtpräsident Roger Martin und Stadtrat Christian Zanetti eine rote Sitzbank. (Bild: Reto Martin)

Zur Einweihung des Löffelparks überbringen Stadtpräsident Roger Martin und Stadtrat Christian Zanetti eine rote Sitzbank. (Bild: Reto Martin)

«Für uns ist das definitiv ein Freudentag», sagt Claudia Bischof. Im kleinen Pärkli im Weiler Holz steht der alte Brunnen wieder unter der mächtigen Eiche, und eine rote Gartenbank ergänzt neuerdings das Ensemble auf dem kleinen Platz bei der Bushaltestelle Gärtliszelg.

Die rote Sitzbank hat die Gemeinde als Geschenk zum Einweihungsfest mitgebracht. Ein Fest der Versöhnung, denn vorausgegangen war ein Streit, der für Aufruhr in der Gemeinde gesorgt hatte. Die Gemeinde hatte den Brunnen abmontiert und das kleine Pärkchen zwischen Amriswilerstrasse und Jakob-Schoop-Weg eingekiest.

Widerstand und Vereinsgründung

Die Anwohner hatte man vorgängig nicht darüber informiert, und diese rieben sich ungläubig die Augen, als sie abends von der Arbeit nach Hause kamen und eine Steinwüste unter der alten Eiche vorfanden. Sie wehrten sich – mit Erfolg.

Die Anwohner haben den Verein Löffelpark gegründet und werden künftig für den Unterhalt sorgen. Die Gemeinde hat den Brunnen aus dem Jahr 1871 wieder zurückgebracht und sich an den Kosten der Pflanzenbeet-Umrandung beteiligt. Die neue Bepflanzung hat die Gärtnerei Breitenbach gesponsert.

Versöhnliches Ende

«Unser gemeinsamer Kampf für den kleinen Park war aufwendig, aber es hat sich letzten Endes doch gelohnt, auch wegen dem Kitt unter der Nachbarschaft», stellt Claudia Bischof fest. Sie freut sich über die vielen Gäste, die sie und ihre Vereinsmitglieder zur Einweihung begrüssen dürfen.

Der neue Stadtpräsident Roger Martin und Stadtrat Christian Zanetti sind ebenfalls gekommen. «Unsere Vorgänger haben die Weichen für eine Versöhnung gestellt, und das finde ich schön», sagt Roger Martin.

Familie Löffel war Namensgeberin

Ausser Anwohnern und Mitstreitern aus Romanshorn kamen aber auch Gäste von weiter her. Kurt Löffel aus Effretikon hat über das Internet von der Geschichte «Löffelpark» erfahren und liess es sich nicht nehmen, bei der Einweihungsfeier dabei zu sein.

Das Haus, in dem seit 1978 die Familie Eberle wohnt, war einst sein Elternhaus, und der Park wurde nach seiner Familie benannt, weil Vater und Grossvater sich um ihn kümmerten. An der Feier mit dabei sind auch Mitglieder der Familie Mohn. «Unsere Familie wohnte früher hier», erzählen sie und wissen noch einiges mehr aus der Vergangenheit.

Den Park mitsamt Brunnen habe einst Kantonsrat Jakob Schoop gespendet. Dies müsste vor rund 150 Jahren gewesen sein. Die Jahreszahl «1871» ist auf dem Brunnen, in dem das Wasser nun wieder fröhlich plätschert, gut sichtbar eingraviert.

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