Romanshorn
«Wir sind froh, dass wir kein Minus budgetieren mussten»: Stadt Romanshorn präsentiert Budget 2022 mit einer schwarzen Null

Romanshorn stehe im Vergleich zu den zwei anderen grossen Städten im Oberthurgau finanziell gut da, sagt Stadtpräsident Roger Martin. Machtlos stehe man den ungebremst steigenden Gesundheitskosten gegenüber.

Annina Flaig
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Finanzchef Thomas Burri, Stadtpräsident Roger Martin und Kommunikationschef Rolf Müller stellen den Medien das Budget der Stadt Romanshorn vor.

Finanzchef Thomas Burri, Stadtpräsident Roger Martin und Kommunikationschef Rolf Müller stellen den Medien das Budget der Stadt Romanshorn vor.

Bild: Donato Caspari

Im Budget 2022 rechnet die Stadt Romanshorn bei unverändertem Steuerfuss von 72 Prozent mit einem kleinen Plus von 29'000 Franken. «Das ist keine Punktlandung, sondern das Resultat intensiver Budget-Diskussionen im Stadtrat», sagt Stadtpräsident Roger Martin zur schwarzen Null.

«Wir sind froh, dass wir kein Minus budgetieren mussten.»

In der Erfolgsrechnung belaufen sich die Erträge auf 29 Millionen und die Aufwände auf 29 Millionen Franken.

Finanziell ist die Stadt Romanshorn nicht auf Rosen gebettet. Wegen der Auflösung der Pensionskasse ist das Eigenkapital der Stadt letztes Jahr auf 6,6 Millionen Franken gesunken. Trotzdem ist die finanzielle Situation der Stadt laut Roger Martin erfreulich:

«Wir sind die finanziell gesündeste Stadt im Oberthurgau.»

Vor allem die Steuerkraft sei in Romanshorn von den drei grossen Städten die höchste.

Gesundheitskosten steigen ungebremst an

Im Gesundheitswesen steigen die effektiven Kosten mit rund vier Prozent ungebremst weiter an. Sie betragen unterdessen rund zehn Steuerprozente. Generell sei im Bereich Gesundheit und Soziales auch künftig mit steigenden Kosten zu rechnen, sagt Finanzchef Thomas Burri.

Laut Roger Martin stellt sich den Kommunen deshalb grundsätzlich die Frage, wie dieses Problem in den Griff bekommen werden kann. Verschärft habe sich die Situation in den letzten Jahren auch dadurch, dass im Zuge der Sparprogramme des Kantons Lasten hin zu Gemeinden und insbesondere Zentrumsgemeinden – wie es Romanshorn eine ist – verschoben wurden. Martin sagt: «Der heutige Lastenausgleich berücksichtigt diese strukturellen Probleme zu wenig angemessen. Hier ist eine korrigierende Verständigung mit dem Kanton anzustreben.»

Bei den Gemeinden zeichnen sich darüber hinaus Mehrkosten und potenzielle Mindereinnahmen bei den Steuern durch Covid-19 ab.

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