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Romanshorn: SVP-Kandidat fürs Stadtpräsidium hat ein Faible für Kelten

Daniel Sommer möchte Stadtpräsident werden. 19 Jahre lang war er Mitglied des Schweizerischen Druidenordens und hatte dort verschiedene Funktionen.
Natascha Arsic
Ostschweizer Druiden von 2011: Daniel Sommer, Hansjörg Hürlimann, Oskar Köppel und Felix Stoffel. (Bild: Urs Bucher)

Ostschweizer Druiden von 2011: Daniel Sommer, Hansjörg Hürlimann, Oskar Köppel und Felix Stoffel. (Bild: Urs Bucher)

«Der andere Stadtpräsident» – so lautet der Wahlspruch von Daniel Sommer. Der 52-jährige Kandidat bringt Erfahrung aus den verschiedensten Bereichen mit: Er war Major im Stab der Ostschweizer Panzerbrigade, gehörte dem Kader der EJOT Schweiz AG an, arbeitet als Verkaufsleiter bei der Ems-Chemie und präsidiert das Ausbildungszentrum für Kunststoffberufe, KATZ. Anders macht ihn vor allem eines: Er war 19 Jahre lang Mitglied des Schweizerischen Druidenordens (SDO).

Mitglied des Vorstandes und Sekretär

«Ich stehe zu meiner Vergangenheit und habe sie immer offen kommuniziert», sagt Sommer. Er sei im Jahr 1996 in Thun von den dortigen Mitgliedern angesprochen worden und konnte sich mit den Grundsätzen der Druiden identifizieren: Toleranz, Humanität und Brüderlichkeit. Deshalb entschied er sich dazu, Mitglied zu werden. Die Erfahrung präge ihn bis heute:

«Ich versuche stets, tolerant zu sein.»

Auch setze er sich für gemeinnützige Zwecke ein. Der 52-Jährige sagt, deshalb sei er jemand, der nicht nur wirtschaftlich denkt. «Ich sehe das als etwas Positives.» Beim Druidentum gehe es darum, das eigene Wissen und die Toleranz zu anderen Meinungen zu stärken – Politik oder Religion werden nicht behandelt. In der Schweiz bestehe die Vereinigung nur aus Männern, im Ausland seien oft auch Frauen dabei.

Tatsächlich ist in Sommers Personalblatt vermerkt, dass er von 2008 bis 2012 Vorstand der Landes Grossloge des Schweizer Druidenordens (VAOD) war. Zusätzlich war er aber auch zwei Jahre lang «Landes-Gross-Sekretär» des SDO. Dabei führte er Protokolle, Korrespondenzen und leitete das Sekretariat im Namen des Vorstandes.

Mehrere Gründe führten zum Austritt

«Ich war nicht dafür zuständig, neue Mitglieder zu finden», sagt Sommer. Mehrere persönliche Gründe hätten 2015 letztlich zu seinem Austritt aus der Vereinigung geführt. Unter anderem, da er eine Aufgabe für den Arbeitgeber EJOT in China übernahm. Mit den anderen Mitgliedern stehe er nicht mehr in Kontakt.

«Mit einigen bin ich noch auf Facebook befreundet, aber mehr als Geburtstagswünsche tauschen wir nicht aus.»

Es sei zwar der richtige Weg, offen über diese Angelegenheit zu sprechen. Der 52-Jährige will aber nicht, dass dabei sein wahres Anliegen in Vergessenheit gerät: Romanshorn und seine finanziellen und politischen Schwierigkeiten.

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