ROMANSHORN
Störender Durchgangs- und Schleichverkehr: Die Hafenstadt will nun die vielgenannten Probleme angehen

Besonders in Quartieren ist der Durchgangs- und Schleichverkehr vielen ein Dorn im Auge. Der Stadtrat will nun etwas dagegen tun. Auch die Bevölkerung kann mitreden.

Merken
Drucken
Teilen
Trotz Coronavirus gehen die Leute in Romanshorn spazieren und geniessen das schöne Wetter. Viel Verkehr ist die Folge, hier an der Seepromenade.

Trotz Coronavirus gehen die Leute in Romanshorn spazieren und geniessen das schöne Wetter. Viel Verkehr ist die Folge, hier an der Seepromenade.

Ralph Ribi

(red.) Die Stadt Romanshorn verzeichnet relativ viel überregionalen Ziel-Quellverkehr. Das belastet insbesondere die Zufahrtsachsen Reckholdern-, Allee-, Bahnhof- und Neuhofstrasse, wie es in einer Mitteilung heisst. Um mit dem Auto Gebiete wie Badi, Surfwiese oder Hafen anzufahren, würden die Lenker oft Quartierstrassen zweckentfremden.

«Mehr-, Durchgangs- und Schleichverkehr können die Folge sein.»

Die Stadt erhalte oft Rückmeldungen aus der Bevölkerung, sei sich des Themas bewusst und nehme es ernst, so die Mitteilung weiter.

Bereits im Kommunalen Richtplan der Stadt ist übergeordnet festgehalten, dass der Verkehr zu bündeln und von den Sammelstrassen auf das übergeordnete Verkehrsnetz der Kantonsstrassen zu leiten sei. Die Quartiere seien vom Durchgangs- und Schleichverkehr zu befreien und ein Temporegime von dreissig Kilometern pro Stunde vorzusehen. Die Stadt schreibt: «Im Rahmen des kommenden Gesamtverkehrskonzepts (GVK) werden zudem die planerischen Grundlagen und Massnahmen zur Bewältigung der Herausforderungen der Verkehrsentwicklung für die kommenden 15 bis 20 Jahre erarbeitet.»

Dazu wollen die Verantwortlichen «die gesamte Breite der Themen im Sinne einer konzeptionellen Gesamtsicht» abdecken, was nebst dem bestehenden Verkehrsnetz auch künftige Entwicklungen in Romanshorn einbezöge. «Neben einer nachhaltigen Verkehrsmittelwahl soll dabei auch der Aspekt der Förderung kurzer Wege sowie der Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität beleuchtet werden.»

Schon Verkehrsmessungen durchgeführt

Ein wichtiges Thema ist der Schleichverkehr durch verschiedene Quartiere. Die Stadt hat bereits an verschiedenen Orten Verkehrsmessungen durchgeführt. «Diese dienen als Grundlage für eine vertiefte Analyse der jeweiligen Gebiete.» Aus den Analysen lasse sich der Handlungsbedarf ableiten, um Lösungsansätze zu definieren. «Allfällige Massnahmen wie Verkehrslenkung, Sperrungen, Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität, Beseitigung allfälliger Schwach- und Gefahrenstellen können daraus erarbeitet werden», heisst es in der Mitteilung.

Andi Schuster, Abteilungsleiter Bau und Verkehr, sagt:

«Wir erarbeiten derzeit die Grundlagen für mögliche spätere Massnahmen.»

Die erhobenen Zahlen würden als Grundlage für den Ist-Zustand dienen. «Vor der Umsetzung von Massnahmen beziehen wir die Bevölkerung transparent mit ein.»