Romanshorn
Starker Befall mit Läusen: Stadt will eine geschützte Zeder fällen lassen

Der Gesundheitszustand des gegen 200 Jahre alten Baumes bei der «Hubzelg» hat sich zuletzt stark verschlechtert. Auch auf einem privaten Grundstück am See stehen Rodungen an.

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Der Zeder bei der «Hubzelg» geht es nicht gut.

Der Zeder bei der «Hubzelg» geht es nicht gut.

Bild: PD

(red) Die Atlas-Zeder gegenüber der Migros ist stark von der Lausart Cinara cedri befallen. Nachdem bereits 2015 eine herabgesetzte Vitalität festgestellt und eine Stagnation befürchtet wurde, trat im Frühling 2020 eine rasch voranschreitende Verschlechterung des Zustands auf. Diese war gemäss Experten auf den Schädlingsbefall zurückzuführen, der mehrere Austriebe zunichtemachte.

Im Zusammenhang mit der örtlichen Überbauung habe eine Bauverträglichkeitsprüfung nur geringfügige Auswirkungen auf die Zeder gezeigt, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Und weiter:

«Es wurde intensiv Baumschutz betrieben und das Baumschutzkonzept konsequent umgesetzt.»

Das hätten regelmässige Kontrollen sowie ein reger Austausch zwischen Baumschutzfachpersonen, Bauleitung und der Stadt Romanshorn ergeben. Auch Bodenproben seien unauffällig geblieben.

Stadt pflanzt neuen Baum

Als Konsequenz müsse der geschützte, 150 bis 200 Jahre alte Baum in den nächsten Wochen gefällt werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Geplant sei eine Ersatzpflanzung. Deren Standort könne jedoch erst nach der Fällung bestimmt werden, da der Platzbedarf und damit die Auswirkungen auf den dicht angrenzenden Mammutbaum noch unklar seien.

Rund ein Dutzend Baumrodungen werden zudem auf einem privaten Grundstück am Seeweg ausgeführt. Gründe dafür sind Sicherheitsaspekte, mangelnde Vitalität oder Beschädigungen durch Wurzelwachstum.

Beide Fällgesuche liegen ab dem 29. Januar bei der Bauverwaltung während 20 Tagen öffentlich auf.