Romanshorn
Primarschule schreibt doch keine roten Zahlen

Die Jahresrechnung weist einen Gewinn von 400'000 Franken aus – das ist um 690'000 Franken besser als budgetiert. Etwas mehr als die Hälfte der Verbesserung ist auf die Auflösung von Rückstellungen aus dem Jahr 2019 zurückzuführen.

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Turnsäcke von Romanshorner Primarschülern hängen im Schulhaus im Grund.

Turnsäcke von Romanshorner Primarschülern hängen im Schulhaus im Grund.

Andrea Stalder

(red) 2020 war auch für die Schulen ein anspruchsvolles Jahr. Die Coronapandemie führte Mitte März zur «historischen» Schulschliessung bzw. zum nahtlosen Übergang von Präsenz- zu Fernunterricht auf allen Stufen. Aber auch der weitere Verlauf des Jahres – mit abwechslungsweise Lockerungen und neuen Verschärfungen von Massnahmen sowie anhaltenden Einschränkungen – war unstetig. «Das forderte von Schule und Eltern einiges ab», schreibt die Schule in einer Medienmitteilung. Dank grossem Einsatz, Kreativität und gegenseitiger Unterstützung auf allen Ebenen habe die Primarschule Romanshorn ihren Auftrag auch im Coronajahr 2020 bestmöglich erfüllen können.

Auf den Jahresabschluss hingegen hat sich die Pandemie-Sondersituation nur unwesentlich ausgewirkt: Gewisse Mehrkosten wurden durch Minderaufwendungen ausgeglichen – insgesamt dürfte ein geringer Teil der Ergebnisverbesserung auf «Corona» zurückzuführen sein. Viel wesentlicher war die Auflösung zweier Situationen, wegen welcher im Jahr 2019 umfangreiche Rückstellungen gebildet worden waren.

Ausserordentlicher Ertrag aus Rückstellungen

Im 2020 wurden beide Situationen bereinigt: die Altlast auf der Bauland-Parzelle an der Kamorstrasse durch Aushub und Entsorgung des belasteten Materials; und die Unterdeckung der Pensionskasse der Stadt Romanshorn durch Ausfinanzierung des Anteils der Primarschule und Wechsel zur PK Thurgau (bei welcher bereits das Lehrpersonal und die Schulleitung versichert waren). Die Kosten für beide «Altlastensanierungen» lagen deutlich tiefer als die gebildeten Rückstellungen und brachten insgesamt einen einmaligen ausserordentlichen Beitrag zur Ergebnisverbesserung von rund 360'000 Franken.

Anders als in den vorangegangenen Jahren gab es im 2020 keine Ergebnisverbesserung bei Steuereinnahmen und Kantonsbeitrag. Dass immerhin das Budget erreicht werden konnte, ist wesentlich auf Steuernachzahlungen für Vorjahre zurückzuführen.

Bauabrechnungen unter Budget

In der Investitionsrechnung hat die Primarschule im Berichtsjahr zwei Bauvorhaben abgeschlossen – beide innerhalb der bewilligten Kredite: Die Sanierung mit Ausbau des Schulhauses Spitz schliesst mit Kosten von rund 1,21 Millionen Franken, die Minderkosten gegenüber dem bewilligten Kredit betragen rund 113'000. Die Sanierung des Untergeschosses der Alten Turnhalle kostete 481'250 und liegt damit knapp 9000 Franken unter dem Kredit.

Schulgemeindeversammlung findet nicht statt

Die beiden Romanshorner Schulgemeinden – Primarschulgemeinde und Sekundarschulgemeinde – verzichten nach 2020 zum zweiten Mal auf die für Juni geplanten Schulgemeindeversammlungen. Stattdessen können die Stimmberechtigten in einer Urnenabstimmung am 13. Juni 2021 über die Jahresrechnungen 2020 befinden. Es wird somit am gleichen Datum über die Rechnungen aller drei Körperschaften abgestimmt: jene der Stadt und beider Schulgemeinden. Die Primarschulgemeinde wird ihren Jahresbericht 2020 mit Jahresrechnung in Kurzform Anfang Mai in alle Romanshorner Haushaltungen versenden. Der ergänzende Detailbericht mit allen Zahlen und Kommentaren kann via www.primromanshorn.ch oder bei der Schulverwaltung bezogen werden. (red)