Romanshorn
Lars Heynen stellt sich als neuer Pfarrer vor

Er ist 46-jährig, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Am 20. Juni will der Theologe zum neuen Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde Romanshorn-Salmsach gewählt werden.

Markus Bösch
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Pfarrer Lars Heynen stellte sich in zwei Gottesdiensten den Kirchbürgern vor.

Pfarrer Lars Heynen stellte sich in zwei Gottesdiensten den Kirchbürgern vor.

Bild: Markus Bösch

«Mich fasziniert an diesem Beruf, mit unterschiedlichen Menschen in unterschiedlichen Situationen zusammenzukommen und damit auch sehr viel zu entdecken», verriet Heynen in den Gottesdiensten. In seiner Freizeit nehme die Familie einen wichtigen Teil ein. Der voraussichtlich neue Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde Romanshorn-Salmsach ist mit Christina Heynen-Schild verheiratet und Vater von Anne-Ida und Samuel Tobias (11 und 10 Jahre alt). Das Gitarrenspiel, das Lesen -und damit auch die Musik und Literatur – (und bis jetzt auch die Feuerwehr) gehören zu seinen Hobbys.

In seiner Predigt ging es um die Geschichte von Jakob’s Traum mit Gott und der Himmelsleiter. Inmitten von menschlichen Tragödien von Macht, Schuld und Flucht, komme da eine neue Initiative von oben, erde sich der Himmel und Gott ergreife das Wort. Gottesbegegnungen würden da geschehen, wo die Menschen seien, überraschend und auch furchterregend. Und der Horizont erweitere sich, wenn Gott seinem Gegenüber neue Perspektiven eröffne.

Vom Handelskaufmann zum Pfarrer

Heynen ist 1975 in Mönchengladbach geboren worden. Nach seiner Erstausbildung zum Handelskaufmann hat er von 1997 bis 2004 evangelische Theologie in Heidelberg und Wuppertal studiert. Von Kindesbeinen an habe er in der Kirche mitgetan und sich eigentlich schon früh für Jugend- und Sozialarbeit in der Kirche interessiert, sagt Heynen. Nach ersten Tätigkeiten in Deutschland arbeitete er während zwölf Jahren als Pfarrer in der Kirchgemeinde Wigoltingen-Raperswil, zuletzt noch eine kurze Zeit in Niederuzwil.

Seine Wahl in Romanshorn findet am 20. Juni an der Urne statt. Gleichzeitig können die Kirchbürger schriftlich über die Rechnung abstimmen, die mit einem Überschuss von 280'663 Franken abschliesst: Als Gründe für das überraschende Ergebnis werden höhere und einmalige Steuereinnahmen und weniger Ausgaben genannt. Verwendet werden soll der Überschuss für eine Vorfinanzierung der Orgelrevision, für zwei grössere Spenden und für die verbindliche Ausfinanzierung der Pensionskasse. Diese notwendige Kostenverpflichtung sei ärgerlich und auch teilweise zurückzuführen auf zu zögerliches Handeln der damaligen Entscheidungsträgern, so der Finanzverantwortliche.