Romanshorn hat die erste tierfreundliche Kirche

Die katholische Kirchgemeinde fördert den respektvollen Umgang mit Tieren. Dies mittels einer Initiative. Vor allem ethische Grundsätze stehen im Zentrum.

Markus Bösch
Drucken
Teilen
Die Tiere erhalten Gottes Segen.

Die Tiere erhalten Gottes Segen.

Markus Bösch

Es ist eine Initiative des «Arbeitskreises Kirche und Tiere, AKUT»: Mit der Selbstverpflichtung «Tierfreundliche Kirche» sollen kirchliche Institutionen den respektvollen Umgang mit Tieren fördern – zum Wohl aller Geschöpfe. Zusammen mit Eveline Schneider Kayassen und Patricia Furrer vom Arbeitskreis feierte die ehemalige Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann die Übergabe und Lancierung des schweizweiten Projektes.

Einer von vielen kleinen Schritten

Wichtiger denn je seien solche Initiativen, denn auch Kirchen hätten Nachholbedarf, so Schneider Kayassen. Gleichzeitig wachsen Bewusstsein und Engagement der Menschen. Kirchenpräsident Thomas Walliser freute sich, dass Romanshorn diese Verpflichtung eingeht. «Mit dem Oasenweg, dem Label Grüner Güggel und möglichst tierfreundlichem Einkauf tun wir bereits einiges. Es braucht viele kleine Schritte von vielen Menschen – hin zur Mitgeschöpflichkeit.» Im gleichen Sinn äusserte sich AKUT-Präsident Christoph Ammann in seinem Grusswort:

«Romanshorn tut damit etwas Notwendiges, weil ihr als erste tierfreundliche Kirchgemeinde Vorbild für hoffentlich viele weitere seid.»

Damit könne mans ich lebensfreundlichere und tiergerechtere Konsum- und Lebensgewohnheiten aneignen.

Fünf Grundsätze sollen aufzeigen, wie das Denken und Handeln im Alltag geschehen kann: Einerseits sollen die mitgeschöpfliche Würde von Tieren geachtet, tierfreundliche Beschaffung und Konsum im Fokus und Lebensräume für Tiere geschaffen werden. Tiere sollen Raum im kirchlichen Leben erhalten und tierethische Organisationen unterstützt werden.

Gaby Zimmermann segnet Menschen und Tiere

Als Zeichen segnete Gaby Zimmermann am Schluss des Gottesdienstes Menschen und einige anwesende Tiere – den Tiersegnungsgottesdienst hatte sie bereits vor zwanzig Jahren eingeführt.

Mehr zum Thema