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Romanshorn: Entwicklungsfelder für die Hafenstadt

Sechs Jahre lang hat der Stadtrat über dem Kommunalen Richtplan gebrütet. Jetzt, kurz vor Ende der Legislatur, verkündet er den Abschluss dieser Arbeiten.
Der Kommunale Richtplan zeigt die vom kantonalen Gesetzgeber verlangte künftige Entwicklung der Hafenstadt auf. (Bild: Reto Martin)

Der Kommunale Richtplan zeigt die vom kantonalen Gesetzgeber verlangte künftige Entwicklung der Hafenstadt auf. (Bild: Reto Martin)

(red) Im Frühling 2013 wurde in Romanshorn eine Stadtentwicklerin eingestellt. Damit startete der Stadtrat die Arbeiten zur Anpassung der Kommunalplanung. Kürzlich, am 23. April hat der Stadtrat die Arbeiten zum neuen Kommunalen Richtplan nun abgeschlossen. Dies teilt die Stadt in einem Communiqué mit. Zur Revision des Rahmennutzungsplans, bestehend aus Baureglement, Zonenplan und Schutzplan, seien nur noch wenige Klärungen erforderlich, bevor er öffentlich aufgelegt werden kann.

Hilfe für Entscheidungsträger

Der bisherige Kommunale Richtplan wurde in den 1990er-Jahren erarbeitet und im Jahr 2001 vom Kanton genehmigt. Seither haben sich die Verhältnisse verändert. Dementsprechend musste der Richtplan angepasst werden. Er ist zentrale Grundlage für den zu revidierenden Rahmennutzungsplan.

Ebenso ist der Richtplan Koordinationsinstrument für die verschiedenen, mit öffentlichen Aufgaben betrauten Gemeinwesen. Zu diesen Aufgaben gehören unter anderem das Nutzen und Gestalten der öffentlichen Räume sowie deren Finanzplanung. Der Richtplan soll sicherstellen, dass die im Rahmen des Agglomerationsprogramms vom Bund in Aussicht gestellten Gelder wirkungsvoll genutzt werden.

Mit dem neuen Kommunalen Richtplan wird nun beispielsweise aufgezeigt, wie der Kanton seine Aufgabe betreffend einer attraktiven Linienführung der stark befahrenen internationalen Bodensee-Veloroute auf Romanshorner Gemeindegebiet umsetzen soll. Der Kommunale Richtplan zeigt insgesamt die vom kantonalen Gesetzgeber verlangte künftige Entwicklung.

Damit lässt sich für alle Interessierten und insbesondere für politische Entscheidungsträger abschätzen, mit welchen Qualitäten künftig in Romanshorn zu rechnen sein wird. Dies wird ihr Handeln beeinflussen, so zum Beispiel bezüglich Realisierung der Bahnstation Hof-Salmsach sowie den Standortentscheiden zum regionalen Hallenbad und zum kantonalen historischen Museum.

Hochhäuser sind nicht erwünscht

Die Mitwirkung zum Rahmennutzungsplan fand anfangs 2018 statt. Es gingen 69 Eingaben mit 178 Anliegen ein. Die kantonale Vorprüfung dauerte bis im Herbst 2018. Ende 2018 beschloss der Stadtrat, welche Anliegen und welche kantonalen Vorbehalte zu Änderungen führen und in welchen Bereichen noch Klärungen erforderlich sind.

Diese Klärungen dauern noch an, vor allem weil noch kantonale Grundlagenarbeiten zu den Kulturobjekten abgewartet werden müssen. Anstelle der zu ersetzenden bisherigen Ausnützungsziffer soll auf die Grünflächenziffer umgestellt werden. Hingegen soll – in Koordination mit dem Kommunalen Richtplan – zumindest vorläufig auf das Ermöglichen von Hochhäusern verzichtet werden. Höhere Häuser mit zwischen 17 und 30 Metern Gesamthöhe sollen jedoch – unter Nachweis der erforderlichen Qualitäten – möglich sein.

Städtebauer helfen mit beim Gestaltungsrichtplan für die Innenstadt

Die Innenstadt von Romanshorn ist bezüglich Bautypologie und Gebäudehöhen sehr heterogen strukturiert und vor allem im Bereich des Stadtkerns stark parzelliert. Das steht im Communiqué der Stadt zum Rahmengestaltungsplan für das Kerngebiet geschrieben.

Der von renommierten Städtebauern konzipierte Rahmengestaltungsplan Kerngebiet aus dem Jahr 2001 sei aufgrund von Vorgaben des Kantons abgelöst werden. Wegen der äusserst hohen städtebaulichen Anforderungen im als national bedeutend eingestuften Ortsbild hat sich der Romanshorner Stadtrat im Jahr 2016 entschieden, ein Team von erfahrenen Städtebauern beizuziehen.

Der daraus entstandene Gestaltungsrichtplan Innenstadt wurde anfangs 2018 öffentlich bekanntgemacht. In Koordination mit der laufenden Revision des Rahmennutzungsplans sowie den laufenden Arealentwicklungsplanungen sind noch Anpassungen vorzunehmen, bevor der Gestaltungsrichtplan Innenstadt vom Stadtrat erlassen werden kann. (red)

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