Romanshorn
Ein Herz für bedrohte Tiere: Der Vogel- und Naturschutz legt Hand an und schafft neue Lebensräume

Der Verein gestaltet dieses Jahr im Naturschutzgebiet eine Wildbienenlandschaft. Aber auch Glühwürmchen, Turmfalken und Flussseeschwalben sollen bessere Lebensbedingungen erhalten.

Markus Bösch
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Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet: Die Natur kann nicht ganz sich allein überlassen werden.

Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet: Die Natur kann nicht ganz sich allein überlassen werden.

Bild: Markus Bösch

Der Vorstand des Vogel- und Naturschutzes kann zu Recht optimistisch sein: Die finanzielle Lage und das Engagement der Mitglieder lassen es zu, dass das Naturschutzgebiet an der Aach weiterhin fachmännisch unterhalten und gepflegt werden kann – mitsamt neuen Projekten, die dort umgesetzt werden.

Der Verein will Wildbienen weiter fördern.

Der Verein will Wildbienen weiter fördern.

Bild: Markus Bösch

Für das laufende Jahr wird eine Wildbienenlandschaft erstellt werden, unter der Führung von Emil Gsell und in Zusammenarbeit mit Fachstellen und Interessengemeinschaften, sagt Vereinspräsident Edi Scheiwiller. Finanziert wird die Investition durch Legate und Spenden.

«Und wie gewohnt werden wir an Arbeitseinsätzen das fast sechs Hektar grosse Gebiet pflegen und unterhalten.» Scheiwiller ist aus familiären Gründen (Grossvaterfreuden) auf die Jahresversammlung hin als Präsident zurückgetreten. Der Vorstand wird zurzeit gebildet von Margie Koster, Beat Dönni, Meret Engel, Marco Bertschinger und Isabelle Pfäffli. Emil Gsell ist der Leiter des Naturschutzgebietes und Silvia Rosser ist zuständig für den Schaukasten beim Naturschutzgebiet.

Mehlschwalben brüten im Kornhaus

Edi Scheiwiller, scheidender Präsident.

Edi Scheiwiller, scheidender Präsident.

Bild: PD

Trotz der zahlreichen Ausfälle von Anlässen seien viele Arbeitsstunden geleistet worden, im Schutzgebiet, bei der Pflege von 300 Nistkästen und bei der Überwachung der Flussseeschwalben-Flosse. Und in Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft und dem kantonalen Gebäudebrüterverantwortlichen konnte der Mehlschwalbenkolonie beim Kornhaus das Brüten ermöglicht werden. In naher Zukunft sind neben der Wildbienenlandschaft weitere Projekte angedacht – so für Glühwürmchen und Turmfalken, für Biodiversität im Siedlungsraum und gegen Neophyten. Und je nach Coronalage sollen auch Exkursionen angeboten werden.

In den schwarzen Zahlen

Betreten verboten: Im Naturschutzgebiet sollen Pflanzen und Tiere ungestört bleiben.

Betreten verboten: Im Naturschutzgebiet sollen Pflanzen und Tiere ungestört bleiben.

Bild: Markus Schoch

Die Jahresrechnung 2020 hat mit einem Plus abgeschlossen, auch wegen grossen Trauerspenden und dank der Beiträge der 132 Mitglieder. Im Budget sind unter anderem Ausgaben für das Wildbienenprojekt und für ein drittes Flussseeschwalben-Floss vorgesehen. Das voraussichtliche Defizit kann durch das vorhandene Vermögen getragen werden, sagt Kassier Beat Dönni.