Romanshorn
Drei Traktorenanhänger Seegras auf den Kompost: «Die Kursschiffe hätten sonst ein Problem»

Letzte Woche wurde von Mittwoch bis Freitag am Romanshorner Seebecken Seegras aus dem Wasser gefischt und abtransportiert.

Robin Bernhardsgrütter
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Das Seegras im Romanshorner Seebecken wird abgefischt und verladen.

Das Seegras im Romanshorner Seebecken wird abgefischt und verladen.

Bild: Helio Hickl

Wer in Romanshorn in den letzten Wochen am See spazieren ging, dem ist mit Sicherheit auch das Seegras im Hafen aufgefallen. «Die Schiffe schneiden mit ihren Antriebspropellern das Gras ab oder wickeln es auf. So schwimmt es im Bodensee und wird schliesslich durch die Wellen in den Hafen geschwemmt», sagt Beat Zaugg, stellvertretender Hafenmeister in Romanshorn.

Es werde von Jahr zu Jahr mehr Gras und diese bis zu 3 Meter lange Wasserpflanze müsse man einmal pro Jahr abfischen. «Würden wir das Seegras nicht aus dem See nehmen, hätten die Kursschiffe hier in Romanshorn irgendwann ein Problem», sagt Zaugg. Er war letzte Woche selber bei der Abfischaktion dabei. Das herumschwimmende Gras würde den Antrieb verstopfen und die Schiffe könnten den Hafen nicht mehr befahren.

«Dieses Jahr gab es wirklich viel Seegras und es hat auch schon Zwischenfälle mit kleineren Schiffen gegeben, wo der Motor dann nicht mehr richtig funktionierte», sagt Andrea Ruf, Geschäftsführerin der SBS Schifffahrt.

Das Seegras ist mit einem Kran aus dem See gegriffen und auf einem Anhänger mit einem Traktor abtransportiert worden. «Wir haben drei Traktorenanhänger voll mit Seegras abtransportiert», sagt Zaugg. Das entspricht rund 150 Kubikmeter.

Das abgefischte Gras habe dann auch keine weitere Verwendung. Es wird auf den Kompost gebracht und dort dem natürlichen Lauf überlassen.

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