Romanshorn: Die Rechnung der Post ist nicht aufgegangen

Die Post saniert ihr denkmalgeschütztes Gebäude am Bahnhofplatz entgegen der ursprünglichen Absicht vorerst nicht. Sie fand keine interessierten Mieter.

Markus Schoch
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Die Sozialen Dienste ziehen voraussichtliche Ende Februar aus. (Bild: Reto Martin)

Die Sozialen Dienste ziehen voraussichtliche Ende Februar aus. (Bild: Reto Martin)

Das Gebäude am Bahnhofplatz ist markant, und die Post will es behalten. Auch wenn sie die Schalter darin bereits vor vier Jahren geschlossen hat.

Geplant war ursprünglich, dass die denkmalgeschützte Liegenschaft zur zentralen Verwaltung der Stadt wird. Doch die Stimmbürger lehnten die vorgeschlagene Mietlösung vor zwei Jahren aus finanziellen Gründen haushoch ab. Vielen war auch die Vertragsdauer von 40 Jahren zu lange.

Angebot stiess auf kein Interesse

In der Folge reichte die Post ein Baugesuch ein, um die Räumlichkeiten renovieren zu können. «Dank der idealen Lage, dem eindrucksvollen Charakter und den grossen Höhen eignen sich die Flächen sehr gut für Büros oder Retail, als Geschäftssitz oder Praxis», heisst es in den Unterlagen. Mietern wurde in Aussicht gestellt, dass sie «auf die Raumgestaltung und Ausstattung weitgehend Einfluss nehmen können».

Das Angebot stiess aber auf kein Interesse, sodass die Post die Räumlichkeiten «nun bis auf weiteres im Originalzustand belässt», heisst es auf Anfrage. Es sei damals lediglich darum gegangen, den Markt zu sondieren.

Mieter gefunden

Sie hätten mittlerweile neue Mieter gefunden, beispielsweise die Physio Hochuli GmbH, schreibt Mirko Gentina vom Mediendienst der Post. Auch die Bauverwaltung der Stadt ist im August eingezogen, allerdings nur vorübergehend, bis sie Anfang des nächsten Jahres die neuen Büros im alten TKB-Gebäude an der Bahnhofstrasse bezieht. Voraussichtlich Ende Februar werden auch die Sozialen Dienste die Zügelkartons packen. Sie gehen in den Konsumhof.