Romanshorn
Der Autobau wird für einen Tag zum Mekka für Töfflibuebe

Am 8. August findet das erste Romanshorner Töfflitreffen statt. Die Organisatoren haben Platz für maximal 333 Teilnehmer und 167 Besucher. Noch bis am 1. August können sich Interessierte einschreiben.

Markus Schoch
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Die Organisatoren des Töfflitreffens in Romanshorn: Alex Spohn, Christian Zanetti, Urs Stoller und Michael Zanetti.

Die Organisatoren des Töfflitreffens in Romanshorn: Alex Spohn, Christian Zanetti, Urs Stoller und Michael Zanetti.

Bild: PD/Patrick Itten

Michael Zanetti ist früh auf den Geschmack gekommen. Sein Vater war ein Töfflibueb und jetzt ist auch der 27-Jährige einer. «Die Technik fasziniert mich.» Die beiden wollen ihre Leidenschaft für die lauten Zweitakter aus längst vergangenen Zeiten am übernächsten Wochenende mit vielen Gleichgesinnten teilen. Vater und Sohn organisieren mit Urs Stoller und Alex Spohn sowie fast 40 freiwilligen Helfern am 8. August im Autobau das erste Romanshorner Töfflitreffen.

Bis jetzt haben sich bereits über 200 Teilnehmer angemeldet, 333 können maximal dabei sein. Denn es sollen auch Besucher ohne eigenes Töffli vorbeikommen können. Für sie ist der Zutritt gratis. Insgesamt dürfen sich allerdings nicht mehr als 500 Personen auf dem Gelände aufhalten. Das ist die Obergrenze für Veranstaltungen im Freien ohne Sitzpflicht und ohne Zugangsbeschränkung.

Attraktives Rahmenprogramm

Foto vom Töfflitreffen 2019 in Roggwil.

Foto vom Töfflitreffen 2019 in Roggwil.

Bild: Reto Martin

Töfflitreffen sind en vogue. Es gibt sie in der Region bereits in Rorschach oder Amriswil. Dasjenige in Romanshorn sei aber nicht einfach eines mehr, sagt OK-Präsident Michael Zanetti.

«Das besondere an unserem Anlass ist, dass wir nicht nur eine Ausfahrt durch den schönen Oberthurgau machen, sondern auch ein attraktives Rahmenprogramm zusammengestellt haben.»

Die Freunde alter Motorräder bieten Nostalgiefahrten auf dem Autobauareal an, es gibt einen Geschicklichkeitsparcours und Mofakult aus Frauenfeld sowie das Zweiradcenter aus Sulgen sind mit einer Ausstellung präsent. Wer will, kann sich zudem gegen einen Aufpreis beim Ticket die exklusive Autosammlung von Fredy Lienhard in den einstigen Tanklager-Räumlichkeiten anschauen.

Ersatzteile sind schwierig zu kriegen

Michael Zanetti selber wird mit seinem Puch Sport X30 vorfahren, den er in dreijähriger Kleinarbeit zu einem Schmuckstück gemacht hat. So lange gedauert hat es unter anderem, weil es schwierig ist, Ersatzteile zu finden, die auch bezahlbar sind. «Viele sind wirklich rar, weil die Töffli nicht mehr produziert werden», sagt Zanetti. Umso wichtiger sei es, gut in der Szene vernetzt zu sein. Das Töfflitreffen sei eine gute Möglichkeit, neue Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, sagt Zanetti.

Ein Töffli stilgerecht mit Fussschwanz, aufgenommen beim Treffen 2019 in Roggwil.

Ein Töffli stilgerecht mit Fussschwanz, aufgenommen beim Treffen 2019 in Roggwil.

Bild: Reto Martin

Diese Kontakte verfestigen wollen die Organisatoren in einem Verein, den sie mit Blick auf den Anlass am übernächsten Wochenende gegründet haben. «Bis jetzt besteht er nur aus vier Personen. Unser Ziel ist, dass er grösser wird», sagt Zanetti. Er zweifelt nicht daran, neue Mitglieder finden zu können, denen Freiheit auf zwei Rädern und Freundschaft ebenso viel bedeuten wie ihm. Die Töffli hätten in den letzten Jahren ein Revival erlebt. «Und dieser Boom wird anhalten», ist der Maschinenbau-Student an der ETH überzeugt. Selbst ganz Junge würden wieder der Faszination der Sackgeldverdunster erliegen, von denen 1970 über eine halbe Million auf den Schweizer Strassen unterwegs waren.

Für das Töfflitreffen in Romanshorn hätten sich nebst vielen Älteren einige 14-Jährige angemeldet. Vielleicht die neue Generation von Töfflibuben, die dereinst ihren eigenen Kindern erzählen, wie sie beim ersten Romanshorner Töfflitreffen richtig auf den Geschmack gekommen sind.

Mehr Infos unter https://www.ottro.ch/

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