ROMANSHORN
Das Kino Roxy schreibt trotz Corona schwarze Null

Die Verantwortlichen des Kinos in Romanshorn bleiben trotz Zwangspause zuversichtlich. Entschädigungen, Spenden und freiwillige Mitarbeitenden helfen dem Filmtheater, eine Misere zu vermeiden.

Markus Bösch
Merken
Drucken
Teilen
Trotz der Pandemie geht es dem Kino Roxy in Romanshorn finanziell gut.

Trotz der Pandemie geht es dem Kino Roxy in Romanshorn finanziell gut.

Bild: Reto Martin

Wegen der bekannten Einschränkungen haben im letzten Jahr nur wenige Aktionen und Veranstaltungen im Kino Roxy stattfinden können – beispielsweise im Zusammenhang mit der Ausstellung im Museum «Die Welt im Kino».

Auch die Filmvorführungen gingen zurück, von 333 im Vorjahr auf noch deren 226. Dementsprechend wurden auch weniger Gäste empfangen: 6802 besuchten im Jahr 2020 das Kino, im Vorjahr waren es mit 12'511 fast doppelt so viele Gäste, wie aus den Unterlagen der bereits zum zweiten Mal schriftlich durchgeführten Jahresversammlung des Trägervereins hervorgeht.

55 Freiwillige helfen über 5000 Stunden

Dieser Sachverhalt hat sich auch bei den Erlösen aus den Veranstaltungen von 135'821 Franken gezeigt, immerhin 96'734 weniger als 2019. Der Gesamterlös von 317'694 Franken sei «nur» um 72'795 Franken zurückgegangen. Einerseits dank der Zunahme der Mitglieder auf 1136 und der Spenden sowie dank des Beitrages des Kantons mit Ausfallentschädigungen, schreibt Präsidentin Franziska Mattes im Jahresbericht. Dazu kommen die Beiträge der Stadt, des Lotteriefonds des Bundesamts für Kultur und des Kulturpools.

Weil auch die Aufwände bei Filmmiete, Gastronomie und Personal dank Kurzarbeitsentschädigung weniger gross waren, habe ein kleines Plus von 8066 Franken resultiert. Mattes nennt zudem einen weiteren Grund dafür, dass das Kino anders als andere Filmtheater in schwierigen Zeiten nicht im Weiterbestand gefährdet sind:

«2020 haben unsere 55 freiwilligen Mitarbeitenden über 5000 ehrenamtliche Stunden geleistet.»