Romanshorn
Beatrice Vogel leitet neu die Oase-Tagesstätte

Die Pflegefachfrau tritt die Nachfolge von Marianne Ebeling an, die sieben Jahre lang die Fäden in der Hand hatte. Mit dem personellen Wechsel geht ein Wohnungswechsel einher.

Markus Bösch
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Beatrice Vogel (rechts) übernimmt die Leitung von Marianne Ebeling. In der Mitte Vereinspräsident Rainer Ebeling.

Beatrice Vogel (rechts) übernimmt die Leitung von Marianne Ebeling. In der Mitte Vereinspräsident Rainer Ebeling.

Bild: Markus Bösch

Entstanden ist die Idee vor zwölf Jahren in Amriswil, fünf Jahre später wurde sie auch in Romanshorn Wirklichkeit: Die Pflegefachfrau HF Marianne Ebeling leitet seither die familiäre Tagesstätte Oase in der Hafenstadt. Am vergangenen Freitag galt es nun, Abschied zu nehmen. Der Präsident des Vereins Oase-Tagesstätten, Rainer Ebeling, dankte seiner Frau für ihren grossen Einsatz in den letzten Jahren.

Sie übergab die Leitung an Beatrice Vogel, ebenfalls Pflegefachfrau HF: Sie sagt:

«Ich arbeitete bis anhin in Pflegeheimen, habe auch schon in der Oase mitgeholfen. Ich freue mich jetzt auf diese schöne und interessante Art des Engagements. Und auf die wie bis anhin überaus gute Zusammenarbeit mit den verwandten Institutionen.»

Als Leiterin der Tagesstätte führt nun Vogel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist Ansprechperson für die Angehörigen, erledigt administrative Aufgaben und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.

Neue Wohnung im Konsumhof

Mit dem Wechsel der Leitung geht auch ein Wohnungswechsel vonstatten: Vorher im Kafitreff einquartiert, hat die Oase eine neue Wohnung, ebenfalls im Konsumhof: «Diese viereinhalb Zimmer können wir nun allein nutzen und entsprechend eine eigene familiäre Atmosphäre schaffen», sagt Ebeling.

Die Tagesstätte ist an drei Tagen pro Woche offen, am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, von 9.30 Uhr bis 17 Uhr. Platz ist für maximal vier Tagesgäste. Insgesamt zehn Frauen und zwei Männer betreuen die Menschen mit demenziellen Erkrankungen. Durch den Tag zieht sich jeweils ein roter Faden. Das jeweilige Thema greifen die Betreuer beim gemeinsamen Essen, beim Spielen, Ausruhen und beim Spazierengehen auf. «Die Tagesverantwortliche und manchmal auch die Mitarbeiterinnen bringen die Ideen und setzen sie um», sagt Ebeling.

Ein Angebot zur Entlastung der Angehörigen

Ganz grundsätzlich gehe es darum, die Tagesgäste zu betreuen und zu fördern und damit gleichzeitig die umsorgenden Angehörigen zu entlasten und zu unterstützen. Ebenso wichtig sei die Werthaltung dahinter: Der ganzen Arbeit liegt ein biblisches Menschenbild zugrunde.

Getragen werden der Verein und die beiden Tagesstätten durch die Wohngemeinden der zu betreuenden Personen, Beiträge der Tagesgäste, Spenden und die teilweise ehrenamtlichen Stunden, die das Personal leistet.