Roland Werner ist Präsident der offenen Jugendarbeit Kreuzlingen

Der 65-jährige pensionierte Landwirt sucht noch einmal eine neue Herausforderung.

Emil Keller
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Roland Werner setzt sich für die Jugendarbeit ein.

Roland Werner setzt sich für die Jugendarbeit ein.

Bild: Emil Keller

Kochen rund um die Welt, eigene T-Shirts gestalten, Geocaching oder ein Ausflug in die Kreuzlinger Kletterhalle – das Team der Offenen Jugendarbeit Kreuzlingen hatte sich 2019 einiges einfallen lassen für den hiesigen Nachwuchs. Linda Bühler blieb dem Verein wegen der Verschiebung der Hauptversammlung noch ein weiteres halbes Jahr als Präsidentin erhalten. Sie gab am Dienstagabend an der nachgeholten HV nach sechs Jahren ihren Rücktritt als Präsidentin bekannt.

Insgesamt war sie zwölf Jahre im Vorstand der OJA tätig. «Angefangen habe ich als Praktikantin während meiner Studienzeit», erinnerte sich die Sozialpädagogin zurück. Der Abgang sei ihr nicht leichtgefallen.

Vater von vier Kindern

Als Nachfolger stellte sich der Tägerwiler Roland Werner zu Wahl. Der 65-Jährige suchte eine neue Herausforderung und fand diese im Posten als Präsident der OJA. Eine Arbeit, die ihm die Mitglieder einstimmig zutrauten. Abgesehen von seinen eigenen vier Kindern ist die Jugendförderung für den ehemaligen Landwirt totales Neuland. Er warnt den Vorstand vor:

«Ich entschuldige mich jetzt schon, falls ich ab und zu mal eine komische Frage stelle.»

Er sei sich jedoch sicher, dass es zu einer guten Zusammenarbeit kommt und dass ein Blick von aussen manchmal auch guttut. Auch Aktuarin und Schulhausvertreterin Florentina Krrakaj gab ihren Rücktritt bekannt. Auf sie folgt Claudia Leuthold, welche ebenfalls Lehrerin an der Sekundarschule Egelsee ist.

Im Lockdown auf die Strasse

Dass Jugendliche auch abseits von der Schule Redebedarf haben, zeigte nicht zuletzt der Corona-Lockdown. Obwohl das Jugendhaus zwischen März und Mai schliessen musste, waren die Jugendarbeiter draussen auf der Strasse und suchten das Gespräch oder gingen mit einem Internetradio auf Sendung.

Finanziell steht die OJA dank Unterstützung aus der öffentlichen Hand gut da. Einzige Auffälligkeit im Budget ist ein Betrag über 25000 Franken, welcher bereits 2019 zurückgestellt wurde. «Dieser ist für eine Zusammenarbeit mit der Ostschweizer Fachhochschule eingeplant», erklärte Kassier Urs Siegfried.