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Roger Stein überzeugt bei seinem Auftritt in Kradolf

Im Kirchenzentrum Steinacker hatte der Liedermacher, Kabarettist und Erzähler Gelegenheit, sein vielseitiges Talent unter Beweis zu stellen. Das Publikum amüsierte sich köstlich.
Barbara Hettich
Roger Stein bei seinem Auftritt in Kradolf. (Bild: Barbara Hettich)

Roger Stein bei seinem Auftritt in Kradolf. (Bild: Barbara Hettich)

Gute Musik, tolle Stimme, freche Texte – so hatte Lukas Tanner vom Kulturverein Steinacker den Liedermacher Roger Stein angekündigt. Und er hatte nicht zu viel versprochen. Auf der Bühne des Kirchenzentrums stand ein temperamentvoller Mann, ein musikalischer Wortakrobat, kein Zyniker, aber ein alles Hinterfragender.

Hochzeitslied sorgt für Heiterkeit

«Ich brauche Zeit, nicht die Ewigkeit, darum nütze ich die Zeit», singt Roger Stein und dies hat er am Freitagabend mit seinem Programm auch getan. Wie man merkt, dass die Zeit vergeht? «Was warst Du für eine Wahnsinnsbraut, jetzt stehst du da mit deinem dumpfen Reihenhausgesicht», singt Stein von der Klassenzusammenkunft und begleitet sich dabei virtuos am Klavier.

Stein inszeniert einen Grillplausch zwischen Schiller und Goethe, die um die letzte Wurst kämpfen: «Goethe zeigt die Faust und Schiller packt ihn am Rocke oder an der Glocke?» Er singt das schrägste Hochzeitslied und sorgt damit für sehr viel Heiterkeit im Publikum. Man unterhält sich köstlich.

Vom Zürichsee nach Wien und Berlin

Roger Stein ist am Zürichsee aufgewachsen und vor 21 Jahren ausgewandert. Zuerst nach Wien, dann nach Berlin. Dies hat ihn geprägt. Er ist ein Freigeist, er lässt sich nicht schubladisieren, er überrascht mit seiner Poesie, mit seinen Gedankensprüngen.

Mit «Reich mir mal das Salz», singt Stein über das Wichtige, was meist grau und unscheinbar ist. Er singt über den Bauern Fritz aus dem Emmental und liest aus seinem Büchlein Business-Lyrik, das er für alle Arschlöcher dieser Welt geschrieben hat.

Roger Stein erzählt vom stolzen Hahn, der ein hohles Ei legt und singt über Computer-Detlef, der ein Frosch bleibt und sich nicht zum Prinzen wach küssen lässt. Als Zugabe gibt es ein saisonales Lied über stinkenden Bärlauch und ein nachdenkliches Kinderlied zum rationalen und Herzens-Denken.

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