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Zeitreise ins Mittelalter: Roggwiler feiern die Restauration ihres Schlosses

Das ganze Dorf war am Wochenende auf den Beinen. Gefeiert wurde am grossen Fest mit vielen Attraktionen die Rettung und Restaurierung des Schlosses vor vierzig Jahren.
Max Eichenberger
Die "Alte Garde Oberberg" aus Gossau eröffnete am Samstag das Schlossfest mit Böllerschüssen. (Bilder: Max Eichenberger)
Der Roggwiler Beck Walter Koster wägt den Teig.
Paul Frischknecht kommt mit seinem hölzernen Hochrad daher gefahren.
Der Gaukler und Geschichtenerzähler zieht die Zuschauer in seinen Bann.
Konrad Huber auf seiner 120 Jahre alten Kutsche wartet auf Kundschaft.
Zimmermann-Lehrlinge von Rico Kaufmann lassen die Späne fliegen.
Kein Kinderwagen: die Drehorgelfrau kurbelt vor der Schlosskulisse Melodien.
Bei der Aufführung ihres Rittermusicals hatten die Kindergärtler ein grosses Publikum.
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Schlossfest: Roggwiler lassen alte Traditionen wieder aufleben

Unter dem Motto «Zeitreise» leben beim Programm im Dorfzentrum alte Traditionen wieder auf. Auf einem hölzernen Hochrad kommt Paul Frischknecht angefahren – und erntet mit seinem Gefährt bewundernde Blicke. Der Zimmermann hat das Rad vor 38 Jahren selber gebaut. Vor dem Schloss duellieren sich in einem abgesteckten Feld Jugendliche bei Ritterspielen in Rüstung und mit Schwert, allerdings mit Gummiklingen. Auf der Schlosswiese-Bühne führen die Kindergartenschüler vor grossem Publikum ein Musical aus der Ritterzeit auf.

Besucher mit Schutzbrille versuchen sich in der Steinmetzkunst. Bei den Zimmerleuten von Rico Kaufmann, die in traditioneller Arbeitskluft werken, fliegen die Späne. Es wird geflochten, gewoben und gedrescht. Waschfrauen am Brunnen schrubben Leinentextilien und tratschen. Konrad Huber fährt Besucher mit seiner 120 Jahre alten blumengeschmückten Kutsche durchs Dorf. «Wie das Hochzeitsfährtli», strahlt eine Dame. Die einstige Traukapelle ist nicht weit.

Die Rettung des Schlosses war ein Riesenlupf

Der Roggwiler Beck Walter Koster reaktiviert die alte Bäckerei beim Farinoli-Haus und backt Brot wie früher. Regierungsrätin Monika Knill freut sich, dass das Schloss nicht nur als Kulturdenkmal erhalten werden konnte, sondern ihm auch wieder Leben eingehaucht wurde. Anerkennung zollt sie all jenen, die das möglich gemacht haben und machen.

Die Rettung und Restaurierung des Schlosses Roggwil vor vierzig Jahren dokumentieren Cécile Meier und Andreas Eggimann in einer Fotoausstellung im Barocksaal. Sie birgt neben interessanten Geschichten ums Schloss viele alte Ansichten des Dorfes. Das Ziel der Germanistin und des Gemeinderates: Das Geschichtsbewusstsein wachhalten und fördern. Auf der Freiluftbühne bei der Schlosswiese sorgen Konzerte für Stimmung. Im Lindenpärkli wird der 100. Geburtstag der Linde gefeiert. Fest-OK-Präsident Markus Zürcher erinnert an den «Riesenlupf» der engagierten Retter des Schlosses vor vierzig Jahren. Aus dem Dorfleben sei es heute auch als Ort der Kultur nicht mehr wegzudenken, sagt Gemeindepräsident Gallus Hasler.

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