Rekadorf

Lärmschutz garantiert: Stadt Kreuzlingen bessert beim Gestaltungsplan Seezelg II nach

Wenn Feriendorf, Tennishalle und Fussballplätze einst gebaut werden, ist der Immissionsschutz der Anwohner gesichert.

Martina Eggenberger Lenz
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Das Gestaltungsplangebiet erstreckt sich von der Badi Hörnli bis nach Bottighofen.

Das Gestaltungsplangebiet erstreckt sich von der Badi Hörnli bis nach Bottighofen.

Bild: Reto Martin

Auf die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans Seezelg II vergangenen Herbst sind einige Einsprachen eingegangen. Das hat den Kreuzlinger Stadtrat dazu bewogen, noch einmal über die Bücher zu gehen und in einigen Punkten Klarheit zu schaffen. Die Änderungen werden vom 8. bis 27. Januar öffentlich aufgelegt.

Zum einen geht es darum, dass bereits im Gestaltungsplan festgehalten wird, dass bei Bauten im Planungsperimeter obligatorisch ein Lärmgutachten erstellt werden muss, wenn die Belastungsgrenzwerte überschritten werden oder ihre Überschreitung zu erwarten ist. Bau-Stadtrat Ernst Zülle erklärt, es gehe darum, auf der sicheren Seite zu sein, wenn das Rekadorf, die Tennishalle oder die Fussballplätze mit Tribüne einst Realität im Seezelg werden. Diese Forderung sei aus der Anwohnerschaft an die Stadt herangetragen worden.

Abstände zum Gewässer definiert

Stadtrat Ernst Zülle.

Stadtrat Ernst Zülle.

Bild: Andrea Stalder

Die zweite Anpassung betrifft die Wald- und Gewässerabstandslinie. Diese wurde nun entsprechend den kantonalen Vorgaben zum Gewässerraum gleich im Gestaltungsplan fixiert. Dabei geht es allerdings nicht um die geplanten Bauten. Diese befinden sich alle am südlichen Rand hin zur Bahnlinie. Als Folge der Anpassung der Wald- und Gewässerabstandslinie wird auch der Uferbereich Schwimmbad an die neue Lage angepasst. Der geplante Steg soll bekanntlich im Sommer Badegästen den hindernisfreien Einstieg in den See ermöglichen. Im Winter wird er der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Rekadorf hat höchste Priorität

Bedenken zur geplanten Verkehrsführung im Areal gab es letzten Herbst von Pro Velo. Hier gibt es keine Anpassung. Die Zufahrt zum Rekadorf ist eine Sackgasse. Der Stadtrat betont:

«Wir rechnen nicht damit, dass es zu grösseren Konflikten zwischen dem Langsamverkehr und dem motorisierten Verkehr kommen wird. Die Strasse ist breit genug.»

Während die Änderungen aufliegen, wird der neue Gestaltungsplan vom Kanton geprüft. «Hoffentlich unter Hochtouren», wie Zülle sagt. Das Rekadorf geniesse sowohl bei der Stadt wie auch beim Kanton höchste Priorität. Die Bauherrschaft sei mit den Vorbereitungen für die Eingabe des Baugesuchs ziemlich weit. «Wenn der Gestaltungsplan jetzt so durchkommt und es keine Rechtsmittelverfahren gibt, dann sollte das Areal bald für die geplanten Projekte baureif sein», betont der Kreuzlinger Bau-Stadtrat.