Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Interview

Rein kommt am Oberaacher Maskenball nur, wer sich maskiert

Erstmals findet der Oberaacher Maskenball nicht nach Aschermittwoch statt. Die Organisatoren wollen damit die beiden Amriswiler Veranstaltungen zeitlich etwas trennen. OK-Präsident Claude Brunner erklärt weshalb.
Rita Kohn
Wer nicht verkleidet ist, sieht die Turnhalle Oberaach nur von aussen. (Bild: Reto Martin)

Wer nicht verkleidet ist, sieht die Turnhalle Oberaach nur von aussen. (Bild: Reto Martin)

Claude Brunner, erstmals findet der Oberaacher Maskenball nicht mehr eine Woche vor der Amriswiler Fasnacht statt. Wieso?

Das Durchführungsdatum unseres Maskenballs war in den vergangenen Jahrzehnten in Stein gemeisselt, und zwar auf den Samstag nach Aschermittwoch. Obwohl der Maskenball immer noch sehr gut besucht wurde und wir die Halle immer füllen können, haben mehrere Überlegungen dazu beigetragen, den Maskenball um rund drei Wochen vorzuverschieben. Einerseits erachten wir es als sinnvoll, nicht gleich an zwei darauffolgenden Wochenenden einen Maskenball in der politischen Gemeinde durchzuführen, andererseits war unser Maskenball einer der letzten und fand zudem zeitlich mit mehreren Fasnachtsanlässen in der näheren Region statt – wie die Bischofszeller, Arboner oder Bürgler Fasnacht. Nicht zuletzt war der Maskenball mit Zeitpunkt Anfang März doch sehr spät und die Temperaturen teilweise schon sehr frühlingshaft.

In den letzten Jahren haben immer mehr Veranstalter darüber geklagt, dass Maskenbälle ihren Zenit überschritten hätten. Gilt das auch für Oberaach?

Nein, wir können nicht klagen. In den letzten Jahren hat sich das Ausgehverhalten bestimmt verändert und einige Maskenbälle haben diese Veränderung gespürt; den Zenit hat der Oberaacher Maskenball jedoch bei weitem nicht überschritten. Wichtig ist, dass man auch den Veränderungen Rechnung trägt und immer probiert, die Veranstaltung weiter zu verbessern. Die Besucher erwarten dies und mögen auch Veränderungen.

Was machen Sie anders als die anderen Veranstalter?

Claude Brunner ist OK-Präsident des Oberaacher Maskenballs. (Bild: PD)

Claude Brunner ist OK-Präsident des Oberaacher Maskenballs. (Bild: PD)

Im Gegensatz zu anderen Maskenbällen haben wir jedes Jahr ein anderes Motto. Es liegt uns am Herzen, dass wir die Halle mottogetreu dekorieren. Die Besucher wollen nicht nur eine Halle mit Musik und Bars – sowie sie es in einer Disco antreffen; sie möchten auch das richtige Ambiente. Unser Dekorationsteam ist bereits seit einigen Wochen mit den Dekorations- und Bastelarbeiten beschäftigt. Zudem ist uns wichtig, dass wir ein Maskenball für alle sind und auch Besucher ansprechen können, die nicht unbedingt grosse Fans von Guggenmusiken sind. Hierfür haben wir ein Festzelt, in dem nur Musik ohne Klänge der Guggenmusik läuft. Im Weiteren haben wir eher eine kleine Halle, wodurch wir bis spät in die Nacht eine volle Halle verzeichnen können und die Stimmung bis zuletzt anhält.

Wer steht hinter dem Organisationsteam?

Hinter dem Maskenball Oberaach steht ein siebenköpfiges Organisationskomitee aus Mitgliedern des DTV und TV Oberaach. Bereits im Herbst starten die Vorbereitungen für den Maskenball. Da wir ein sehr eingespieltes Team sind und als Verein schon jahrzehntelange Erfahrungen in der Organisation von Anlässen haben, sind lediglich zwei Sitzungen zu je einer Stunde erforderlich. Natürlich stecken weit mehr Mannstunden dahinter. Sämtliche OK- und Vereinsmitglieder sind Dutzende Stunden mit der Organisation, Aufbau- und Abbauarbeiten beschäftigt. So starten bereits zwei Tage vor dem Anlass die Aufbauarbeiten der Aussenzelte. Am Maskenballabend selber sind rund 50 Helfer im Einsatz.

Welches Publikum sprechen Sie an?

Wir sehen uns nicht als Maskenball für eine bestimmte Zielgruppe, sondern als Maskenball für alle ab 18 Jahren. Es ist uns wichtig, dass wir trotz Mottomaskenballs nicht nur Fasnachtfans ansprechen können, sondern auch Leute, die einfach gern mit Kollegen feiern möchten.

Ein viel diskutiertes Thema ist der Alkoholkonsum der Minderjährigen. Wie gehen Sie mit dem Thema um?

Wir haben uns vor rund elf Jahren dafür entschieden, den Einlass für unseren Maskenball auf ab 18 Jahren festzusetzen. Aus diesem Grund müssen wir das Alter der Besucher beim Getränkeausschank nicht mehr überprüfen und können sicherstellen, dass alle Besucher in der Halle legal Alkohol trinken dürfen. Eine externe Sicherheitsfirma führt zudem die Eingangskontrolle durch und kann so verhindern, dass Minderjährigen unerlaubt Eintritt in die Halle gewährt wird.

Welche Guggen werden in diesem Jahr nach Oberaach kommen?

In diesem Jahr heizen FM1 DJ Danton sowie drei Guggen die Halle ein. In diesem Jahr sind nebst den Amriswiler Marktplatzpfuusern die Guggen Sittärä-Chlöpfer Bernhardzell und die Adlerbrüeter Mörschwil am Start. Aufgrund der Vorverschiebung unseres Maskenballs kann leider erstmals seit mehreren Jahren die Glöggli-Clique nicht teilnehmen.

Welche Sicherheitsvorkehrungen treffen Sie?

Die Sicherheit der Besucher ist für uns erstes Gebot. Es ist absolut prioritär, dass wir auch bei grösseren Menschenmengen oder bei Bränden die Besucher schnell und sicher aus der Halle leiten und Ruhe bewahren können. Hierfür haben wir auch ein Konzept ausgearbeitet und die für den Maskenball eingerichtete Halle wird von Vertretern der Stadt und der Volksschulgemeinde abgenommen. Unsere Helfer werden zudem instruiert, was sie im Brandfall unternehmen müssen. Damit es nicht zu Ausschreitungen kommt, haben wir zusätzlich einen externen Sicherheitsdienst engagiert, der den ganzen Abend den Eingang überwacht und durch die Halle und Festzelte patrouilliert.

Wie ist es um die Verkehrssituation bestellt?

Während des Anlasses werden wir von Samstagabend, 17 Uhr bis Sonntagmorgen, 8 Uhr die Schulstrasse von Oberaach in Richtung Niederaach als Einbahnstrasse regeln. Dadurch können wir genügend Parkplätze anbieten und die Besucher können sicher zu ihren Fahrzeugen gelangen. Im Weiteren haben wir unmittelbar vor dem Eingang einen Wartebereich für Taxis eingerichtet, damit die Besucher nicht auf der Strasse oder dem Trottoir ein- und aussteigen müssen.

Was empfehlen Sie den Besucherinnen und Besuchern?

Es ist «essenziell», dass die Besucher kostümiert zum Maskenball erscheinen. Der Sicherheitsdienst ist angewiesen, Minderjährige und Nicht-Kostümierte wegzuweisen. Zudem empfiehlt sich frühes Erscheinen, damit man weniger lange anstehen muss und mit sicher noch Platz in der Halle findet.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.