Regionalfussball
1:1 im Spitzenkampf gegen Widnau: Beim FC Kreuzlingen ist die Zuversicht wieder da

Ein kämpferischer FC Kreuzlingen holt im letzten Meisterschaftsspiel vor der Winterpause ein 1:1 gegen Widnau. Mit etwas mehr Glück und weniger Personalpech wäre noch mehr dringelegen.

Matthias Hafen
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Die Kreuzlinger Marco Frick (links) und Walid Sekkour lassen den Widnauer Ceyhun Tüccar nicht kampflos ziehen.

Die Kreuzlinger Marco Frick (links) und Walid Sekkour lassen den Widnauer Ceyhun Tüccar nicht kampflos ziehen.

Mario Gaccioli

Die Tabellenführung konnte der FC Kreuzlingen im Nachtragsspiel am Mittwoch nicht mehr zurückholen. Die Thurgauer überwintern nach dem 1:1 gegen den Tabellenzweiten Widnau auf Platz drei der Gruppe 6 in der 2. Liga interregional. Das war aber schon alles Bedauernswerte an diesem Abend. Denn mit einem beherzten Auftritt bot der FCK nicht nur dem zahlreich erschienenen Publikum einen versöhnlichen Vorrundenabschluss. Beim Gezeigten wurde es jedem Amateurfussball-Aficionado warm ums Herz. Und das war gar nicht so einfach. Denn weil der FC Kreuzlingen am Samstag in Zürich noch ein Cupspiel auf Kunstrasen bestreiten wird, wurde auch das Meisterschaftsspiel gegen Widnau auf Kunstrasen verlegt. Auf jenen Platz auf dem Hafenareal also, auf dem wegen der Seenähe und der Bise gefühlte Minustemperaturen herrschten.

Zwei frühe Tore und zahlreiche Chancen danach

Es schien, als bräuchte das Heimteam etwas Zeit, um sich mit dem Untergrund zurechtzufinden. Nach gut drei Minuten lag Kreuzlingen bereits im Rückstand. Noah Thönig hatte für die Gäste aus dem Rheintal getroffen. Doch Kreuzlingen reagierte, nahm das Spiel in die Hand und kam in der elften Minute durch Stojan Miljic zum Ausgleich. Sein 1:1 kam mit einem satten Schuss via Pfosten zustande. Es entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau mit Torchancen hüben wie drüben. Keine Frage, dass hier zwei Spitzenteams der Liga am Werk waren.

In der 52. Minute traf Widnaus Lars Ivanusa mit einem feinen Heber die Latte. Da nahm der FCK das Glück in Anspruch. Danach aber spielten praktisch nur noch die Thurgauer, drückten auf den Siegtreffer, obwohl die Voraussetzungen dazu nicht optimal waren. Bereits in der elften Minute hatte Kreuzlingen mit Sven Patrick Bode einen seiner besten Stürmer verletzungsbedingt auswechseln müssen. Dazu fehlten die gesperrten Meresi und Seeger. Und Corona hinterlässt weiterhin Spuren im Kader und bei der Leistungsfähigkeit der genesenen Spieler.

Die ersten vier nur durch einen Punkt getrennt

Trotzdem: Aufgrund der starken zweiten Halbzeit hätte Kreuzlingen den Sieg verdient gehabt. Es blieb beim 1:1. Doch nach drei Niederlagen in Folge verlieh der Auftritt dem FCK wieder Zuversicht – in einer Gruppe, die hochspannend bleibt.

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