Regionale Bands retten das Kreuzlinger Kult-Openair

Drei Bands rocken am Samstag im Seeburgpark. Der Verein Kultling stellt einen gratis Konzertabend auf die Beine.

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Valentin Huber zapft ein Bier für Raphi Hugentobler.

Valentin Huber zapft ein Bier für Raphi Hugentobler.

Bild: PD

(pd) Beim Kultling-Team steht Leidenschaft für Musik an erster Stelle. Booker Raphi Hugentobler ist selbst Fan der Bands, die auftreten. Den Anfang macht der chilenische Alt-Punk Álvaro Peña, unterstützt von seinen Kreuzlinger Mitmusikern. Paradiesvogel Peña blickt auf einen lange Karriere zurück: Er hat schon in den 70er Jahren mit Joe Strummer von The Clash in London Musik gemacht.

OGMH läuten daraufhin den Generationenwechsel ein. Das Quartett aus Kreuzlingen und Umgebung spielt tanzbaren Indierock, textlich verhandelt Sänger Alex Nauva die Probleme der Generation Y.

Vollständig instrumental endet der Abend dann mit The Robots aus St. Gallen. Die Band um den umtriebigen Berufsmusiker Marc Jenny schliesst den Kreis, denn sie spielt elektronische Tanzmusik, allerdings mit analogen Instrumenten und teils selbst entwickelten Effektgeräten. Die Noten für die improvisierten Songs lassen die über Ipads verbundenen Musiker von einem Algorithmus schreiben, als Wegweiser, dem sie folgen können, aber nicht müssen – Futurismus gepaart mit traditionellem musikalischem Handwerk.

Von drei Abenden blieb einer übrig

Hugentobler freut sich, dass das Festival, welches ursprünglich für drei Tage geplant war, nun in dieser Form trotzdem stattfinden kann. «Wir mussten bereits gebuchten, internationalen Acts, die ich gerne gesehen hätte, die Verträge zurücksenden,», sagt er.

«Jetzt haben wir dafür auf Bands aus der Region gesetzt und diese zeigen wieder einmal, wie viel Talent sich hier versteckt.»

Maximal 300 Personen dürfen sich auf dem Gelände befinden. Es sei ihnen sehr wichtig, die gesetzlichen Vorgaben penibel zu erfüllen, meint Vereinsmitglied Valentin Huber. Einlass ist nur nach Angabe der erforderlichen Kontaktdaten möglich. Pro Gast stehen mindestens fünf Quadratmeter Platz zur Verfügung, es gibt Hygienestationen zum Händewaschen und Masken werden gratis abgegeben. Der musikalische Teil des Festivals beginnt um 20 Uhr. Der Einlass ist gratis.