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Thurgauer Regierungsrat klopft bei Kritiker an die Tür – und klagt sein Leid wegen Fall Hefenhofen

Werner Schönenberger forderte ein Köpferollen im Veterinäramt und von Walter Schönholzer. Daraufhin ging der Regierungsrat persönlich bei seinem Kritiker vorbei.
Sabrina Bächi
Regierungsrat Walter Schönholzer an der Medienkonferenz zum «Untersuchungsbericht Hefenhofen». Noch heute belastet ihn der Fall Hefenhofen schwer. (Bild: Andrea Stalder, 31. Oktober 2018)

Regierungsrat Walter Schönholzer an der Medienkonferenz zum «Untersuchungsbericht Hefenhofen». Noch heute belastet ihn der Fall Hefenhofen schwer. (Bild: Andrea Stalder, 31. Oktober 2018)

Werner Schönenberger staunt nicht schlecht, als am Samstagmittag Regierungsrat Walter Schönholzer vor seiner Tür steht. Er weiss weshalb der Regierungsrat in seinem Wohnzimmer sitzt.

Wegen einer Schafherde, die ohne Wasser auf der Weide stand, hatte sich Schönenberger am Donnerstag beim Veterinäramt beschwert. In der Thurgauer Zeitung fordert er zudem ein Köpferollen von Kantonstierarzt Paul Witzig und von Regierungsrat Walter Schönholzer.

«Er sagte, dass es ihm weh tue, wenn er in der Zeitung lesen muss, dass sein Kopf rollen soll.» Wie Schönholzer dem Wuppenauer weiter klagt, leide er immer noch sehr unter dem Fall Hefenhofen. Denn immer noch erhalte er Mails mit wüsten Inhalten. Er und seine Familie würden sehr darunter leiden.

Erhoffte sich konstruktive Reaktion

«Er fragte, ob für mich denn die Schafe wichtiger seien als die Belastung für seine Familie», erzählt Schönenberger.

«Meiner Meinung nach muss ein Politiker Kritik ertragen können, denn er hat sich selber für eine politische Karriere entschieden.»

Werner Schönenberger. (Bild: PD)

Werner Schönenberger. (Bild: PD)

Zudem hätte er sich im Fall der durstigen Schafe vom Veterinäramt eine konstruktive Reaktion erhofft und nicht nur eine formale Antwort, wie es in diesem Fall geschehen sei. Alles in allem diskutierten die beiden Männer schliesslich mehr über den Fall Hefenhofen, als um die Schafe selbst.

Es sei ein hartnäckige Diskussion gewesen, findet der Wuppenauer. «Ich hatte das Gefühl, dass er von mir Rücksicht wollte, aber ich kann keine Rücksicht nehmen wenn Tiere leiden», sagt Schönenberger bestimmt. «Das Gespräch verlief daher ziemlich unnachsichtig.»

Ein Gespräch unter Männern

Regierungsrat Walter Schönholzer will zu dem Gespräch keine Stellung nehmen. «Es war ein Gespräch unter Männern», sagt er auf Anfrage. Mehr wolle er dazu nicht sagen.

«Ich habe mich beim Regierungsrat für seinen Besuch und das Gespräch bedankt», sagt Werner Schönenberger.

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