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Regierungsrätin Monika Knill stattet der Arboner Primarschule «Seegarten» einen Besuch ab

Der Kanton möchte Einblick in den Alltag mit dem altersdurchmischten Lernen erhalten und wissen, wie die Gelder aus dem sonderpädagogischen Zuschlag verwendet werden.
Tanja von Arx
Schulpräsidentin Regina Hiller und Regierungsrätin Monika Knill schauen den Kindern über die Schulter. Bild: Andrea Stalder

Schulpräsidentin Regina Hiller und Regierungsrätin Monika Knill schauen den Kindern über die Schulter. Bild: Andrea Stalder

Ein schöner Moment für Schulpräsidentin Regina Hiller. Kürzlich sei ein Kind in der neuen Primarschule Seegarten auf sie zugekommen und habe sie gefragt, wer sie denn sei. Und was sie so mache. «Es lebt», sagt Hiller und lächelt. Die offene Kommunikation, die sie im «Seegarten» spürt, schreibt sie allem voran dem für Arbon neuen, altersdurchmischten Lernen zu (siehe Kasten).

«Die Kinder haben grössere Sozialkompetenz»

Nach drei Jahren Schulbetrieb lautet Hillers Fazit: «Das pädagogische Konzept ist gemeinschaftsfördernd und steigert die Sozialkompetenz der Kinder.» Die Schulanlage würde Begegnungen ermöglichen. «Und ich kann auf ein engagiertes Team zählen: Alle sind freiwillig hier, die wenigsten haben Erfahrung mit altersdurchmischtem Lernen mitgebracht.»

Der allmählich routinierte Betrieb ist für Regierungsrätin Monika Knill ein Grund, dem «Seegarten» einen Besuch abzustatten. Der Kanton möchte sich ein Bild davon machen, wie der Alltag aussieht und wie die Mittel aus dem sonderpädagogischen Zuschlag eingesetzt werden. Im Rahmen des Beitragsgesetzes erhält die Primarschulgemeinde Arbon 36 Prozent aus dem Verteilschlüssel.

«Das Miteinander habe ich auf jeden Fall gespürt», sagt Knill gestern bei der Visite einer Klasse mit Schülern der ersten bis dritten Stufe, die zwei Lehrerinnen unterrichten. Das «Seegarten» umfasst 260 Schüler, vier Kindergärten und acht Klassen. Ausserdem läuft von Montag bis Freitag ein Tagesschulbetrieb, den zirka 75 Kinder nutzen. Auch Kinder, die nicht im Quartier wohnen, gehen auf Wunsch der Eltern dort zur Schule.

Viele Gelder für Deutsch als Zweitsprache

Laut Hiller fliessen die Gelder aus dem sonderpädagogischen Zuschlag in schulische Heilpädagogik. «Es geht um Kinder mit besonderen Bedürfnissen, die man allenfalls in Kleingruppen einteilt.» Ein weiterer Teil der Gelder werde für «Deutsch als Zweitsprache» verwendet. «Dieser Bereich entspricht einem grossen Bedürfnis.» Deutsch sei für über die Hälfte der Kinder in Arbon nicht die Muttersprache, auch Secondos würden vom Angebot profitieren. «Weitere Mittel werden aufgewendet für eine Logopädin, etwa wenn Kinder Lispeln oder stottern.» In schwereren Fällen kämen dieser indes in eine Sprachheilschule. Schliesslich würden die Mittel eingesetzt in der Schulsozialarbeit. «In erster Linie dreht es sich um das Verhalten, nicht selten bis hin zum familiären Umgang.»

Im kommenden Schuljahr wird der Schulbetrieb evaluiert. «Schüler, Eltern sowie Lehrpersonen werden mit externer, kantonaler Unterstützung befragt», sagt Schulpräsidentin Hiller. «Es ist uns wichtig, dass auch Herausforderungen auf den Grund gegangen wird, zum Beispiel wie Kinder und Eltern den Wechsel vom einen ins andere Schulhaus erleben.»

930 Kinder gehen in Arbon zur Schule

Die Primarschulgemeinde Arbon umfasst drei Schulhäuser, neben dem «Seegarten» das «Bergli» und das «Stacherholz». Das «Bergli» besuchen zirka 380 Schüler, es setzt sich zusammen aus vier Kindergärten und 14 Klassen, für 20 Kinder gibt es eine schulergänzende Betreuung an vier Tagen. Ins «Stacherholz» gehen ungefähr 300 Schüler, es gibt vier Kindergärten und 12 Klassen inklusive eine Einführungsklasse für Fremdsprachige. (tva)

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