Glosse

Räbeblatt: «Stadtfuchs und Stadtvögeli»

Stadtfüchse erfreuen die Frauenfelder Bevölkerung und lassen sogar den Stadtpräsidenten verzückt die Kamera zücken. Wie ein Zusammenleben mit Tieren in der Stadt richtig geht, beweisen die Weinfelder längst.

Sabrina Bächi
Drucken
Teilen
Diesen Stadtfuchs hat der Frauenfelder Stadtpräsident Anders Stokholm fotografiert.

Diesen Stadtfuchs hat der Frauenfelder Stadtpräsident Anders Stokholm fotografiert.

(Bild: Anders Stokholm/Facebook)

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen in den sozialen Medien über einen fotogenen Stadtfuchs in Frauenfeld. Begeisterte Städter berichten über das liebreizende Tier und freuen sich ob so viel Natur in ihrer mittelkleinen Grossstadt.

Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden.

Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden.

(Bild: Andrea Stalder)

Über dieses vermeintlich wilde Tier in der Kantonshauptstadt können die Weinfelder nur müde lächeln. Ist ja klar, die Frauenfelder. Ein Leuli im Wappen reicht ihnen halt eben nicht. Doch auch wenn Weinfelden heraldisch nur mit Trauben aufwarten kann – bezüglich wilder Tiere sind wir den Frauenfeldern weit voraus.

Fuchs, Pfau und Vögeli

Zum einen schleicht sich auch durch die Weinfelder Altstadt ein Füchslein, welches ebenfalls Eingang in die sozialen Medien findet. Zum anderen haben wir natürlich immer noch die herrlichen weissen Pfauen, die bei der katholischen Kirche bestaunt werden.

Und auch unser Stadtoberhaupt ist viel tierfreundlicher als der Frauenfelder Stapi. Macht dieser doch Werbung für eine Grossstadt – ohne «c»; während unser Max für die ornithologischen Vorzüge und die vielen Vögeli in der Stadt wirbt.

Sonja Wiesmann steht als Frau für die männlich, grünen Matten und Peter Stern greift gar zu Himmelskörpern. Nur Martin Imboden bleibt dort, wo der Thurgauer sich am liebsten aufhält – auf sicherem Boden. Bei so viel Natur ist der Frauenfelder Stadtfuchs bald kein Schuss Pulfer mehr wert.

Mehr zum Thema