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Stefan Bissegger im Zeitfahren der Benelux-Tour eine Klasse für sich: Auch das Leadertrikot ist nun im Besitz des Thurgauers

Am Freitag wird er noch von einem Auto angefahren und verstaucht sich beim Unfall die Hand - am Dienstag gewinnt er souverän die Prüfung gegen die Uhr im Rahmen der Benelux-Rundfahrt.

Daniel Good
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Stefan Bissegger holt auf der kurzen Strecke 15 Sekunden Vorsprung heraus.

Stefan Bissegger holt auf der kurzen Strecke 15 Sekunden Vorsprung heraus.

Bild: KEYSTONE

Der 22-Jährige aus Mettlen gab erneut eine Talentprobe ab. Dabei war Stefan Bissegger mit einem schlechten Gefühl zur Tour in den Niederlanden und Belgien gestartet. Vor der ersten Etappe meldete er am Montagmorgen: «Eigentlich wäre das Zeitfahren schon etwas für mich. Aber ich muss schauen, ob es überhaupt geht.» Denn beim Unfall in Ermatingen ging Bissegger zu Boden und verletzte sich am linken Handgelenk.

Aber im gut zehn Kilometer langen Zeitfahren im niederländischen Lelystad biss Bissegger auf die Zähne und deklassierte die Konkurrenz. Seinem ersten Verfolger, dem Italiener Eduardo Affini, nahm er auf der kurzen Strecke 15 Sekunden ab. Dritter mit 20 Sekunden Rückstand wurde der Olympiavierte Stefan Küng aus Wilen bei Wil.

Bissegger verbuchte den dritten Saisonsieg im Rahmen der World Tour und ist damit der erfolgreichste Schweizer. Er gewann 2021 auch schon ein Teilstück der Tour de Suisse und triumphierte im März im Zeitfahren des Etappenrennens Paris-Nizza.

Dank des Sieges im Zeitfahren nahm Bissegger auch das Leadertrikot an sich. Denn in der ersten Etappe am Montag erreichte er das Ziel im ersten Feld. Die Benelux-Tour dauert bis am Sonntag.

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