Quali-Schlussspurt des HC Thurgau: Alles läuft auf zwei Spiele hinaus

Will der HC Thurgau vor Playoff-Beginn am 19. Februar Platz vier behaupten, sind in den letzten vier Runden der Swiss-League-Qualifikation wohl weitere Exploits gefragt.

Matthias Hafen
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Der HC Thurgau (David Wildhaber, rechts, gegen Oltens Daniel Eigenmann) hat es in den eigenen Händen, ob er mit Heimvorteil ins Playoff starten kann oder nicht.

Der HC Thurgau (David Wildhaber, rechts, gegen Oltens Daniel Eigenmann) hat es in den eigenen Händen, ob er mit Heimvorteil ins Playoff starten kann oder nicht.

Claudio Thoma/Freshfocus (Weinfelden, 25. Januar 2020)

Das Auswärtsspiel am Dienstag um 19.45 Uhr gegen die EVZ Academy präsentiert sich als undankbare Aufgabe für Thurgaus NLB-Eishockeyaner. In der trostlosen Trainingshalle in Zug ist ein Sieg gegen das EVZ-Farmteam Pflicht. Nicht nur, weil der HCT in der Tabelle sechs Ränge vor den Zentralschweizern positioniert ist. Vor allem, weil die Ostschweizer als gejagte Tabellenvierte noch hoffnungsvoll um den Playoff-Heimvorteil spielen.

Tolles Schlussprogramm in der Güttingersreuti

Thurgaus Polster auf den ersten Verfolger Visp beträgt gerade einmal einen Punkt. Und nur drei weitere Zähler dahinter lauert Langenthal auf seine Chance, bis zum Ende der Qualifikation noch auf den umkämpften vierten Platz vorzustossen. Als aktueller Tabellenvierter hat es der HCT in den eigenen ­Händen. Allerdings hat die Mannschaft des Trainerduos Mair/Winkler das schwierigste Schlussprogramm dieses Trios. Mit Ajoie und Kloten warten noch zwei grosse Brocken auf den HC Thurgau. Zwei, die er in der heimischen Güttingersreuti begrüssen kann. Dazu kommen die zwei Auswärtsspiele gegen die Farmteams Zug (Dienstag) und Ticino Rockets (11. Februar). Auch Visp (am 11. Februar) und Langenthal (am 1. Februar) haben noch Leader Kloten im Programm – daneben jedoch nur noch Teams, die hinter ihnen klassiert sind.

Restprogramm im Kampf um Platz vier

Thurgau (4./74 Punkte)

28.01. @EVZ Academy (10.)
31.01. Ajoie (3.)
11.02. @Ticino Rockets (12.)
15.02. Kloten (1.)

Visp (5./73 Punkte)
28.01. GCK Lions (8.)
31.01. Ticino Rockets (12.)
11.02. @Kloten (1.)
15.02. Sierre (9.)

Langenthal (6./70 Punkte)
28.01. La Chaux-de-Fonds (7.)
01.02. Kloten (1.)
11.02. @GCK Lions (8.)
15.02. Winterthur (11.)

Läuft es im Schlussspurt der Swiss-League- Qualifikation also einigermassen nach Plan, dann ist vom HC Thurgau entweder am kommenden Freitag gegen Ajoie oder in der Schlussrunde vom Samstag, 15. Februar, gegen Kloten ein Exploit gefragt, um den vierten Platz und damit den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinal zu sichern. Natürlich sind vier Runden vor Schluss auch noch an­dere Szenarien möglich. Etwa, wenn der aktuell drittplatzierte HC Ajoie in der Endphase der Qualifikation noch grandios scheitern sollte. Das vielleicht, weil die Jurassier am Sonntag, 2. Februar, in Lausanne den Cupfinal gegen den HC Davos bestreiten und diese Partie zu einer der wichtigsten in der Clubgeschichte erklärt haben. Wahrscheinlich ist indes ein Dreikampf zwischen Thurgau, Visp und Langenthal.

EVZ Academy rüstet sich für den Abstiegskampf

Der HCT tut jedoch gut daran, nicht ausschliesslich auf die grossen Brocken zu fokussieren. Für die EVZ Academy ist die Saison mit dem Verpassen des Playoffs noch nicht vorbei. Denn in dieser Swiss-League-Saison wird wieder gegen den Abstieg gespielt. Es ist deshalb zu erwarten, dass die Academy wie schon in zwei von drei Begegnungen in dieser Meisterschaft ein höchst aufsässiger Gegner für den HC Thurgau sein wird. Beim letzten Aufeinandertreffen in Zug, am 8. Oktober 2019, setzte sich Thurgau erst im Penaltyschiessen durch (3:2). Und auch beim 2:1-Heimsieg Mitte November konnten die Ostschweizer ihren 2:0-Vorsprung nach etwas mehr als fünf Minuten nur ganz knapp verteidigen.

Der HC Thurgau fegt die Zweifel weg

Beim 3:1-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Olten zeigt sich der HCT in Playoff-Form. Weil Visp gleichzeitig verliert, haben die Ostschweizer den Heimvorteil in den Viertelfinals vier Runden vor Qualifikationsende wieder in den eigenen Händen.
Matthias Hafen

Der EHC Frauenfeld muss aufsteigen

Im Thurgauer Eishockey kommt es zu einem ambitionierten und wegweisenden Projekt. Der 1.-Liga-Club Frauenfeld peilt in Kooperation mit dem HC Thurgau einen Platz in der MySports League an - am liebsten schon diese Saison.
Matthias Hafen